Reinhold: "Treuhandanstalt ein Thema für Historiker, nicht Politiker"

Der Vorsitzende der Landesgruppe Ost der FDP Hagen Reinhold sieht in einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Treuhandanstalt keinen gesellschaftlichen Zugewinn, denn:
Wer ernsthaft an Aufklärung ein Interesse hat, gibt sie in die Hände der Wissenschaft. Wir brauchen jetzt kein Hexengericht von Provokateuren von links und rechts, sondern den Versuch, Erkenntnisse zu gewinnen, die uns in kommenden Transformationsprozessen in der Wirtschaft weiterhelfen. Rückabwicklungen der mit Arbeitsplatzgarantien und Investitionsverpflichtungen abgeschlossenen notariellen Verträge sind eine realistische Option. 

Wer jenseits von Legendenbildung wirkliche Erkenntnisse über die Treuhand will, der sollte auf keinen Ausschuss setzen. Einzig an unseren Universitäten kann eine Freiheit von politischen Einflüssen und damit eine saubere Aufarbeitung der Treuhand-Geschichte garantiert und Lösungswege aufgezeigt werden.