WULFF: „SPD und CDU träumen von E-Residency aber bekommen nicht einmal Funklöcher gestopft“

Der FDP-Generalsekretär David WULFF fragt sich wie eine E-Residency in Mecklenburg-Vorpommern ohne das nötige Know-How realisiert werden soll:
„E-Residency ist ein großartiges Konzept, das für M-V riesige Potenziale bereithält. Um diese zu realisieren reicht es aber nicht Tallinn zu besuchen und die Umsetzung des Konzeptes in Estland zu bestaunen“, kritisiert WULFF den im Landtag vorliegenden Antrag. Es fehle M-V an der nötigen Netzwerk-Infrastruktur, der Digitalisierungsquote öffentlicher Dienstleistungen und vor allem an IT-Fachkräften. „In Estland können über 99% aller Behördengänge digital erledigt werden. Davon sind wir in M-V noch Lichtjahre entfernt“, sagt WULFF „Da sind in der Staatskanzlei bereits seit Jahrzehnten schlichtweg Trends vollkommen verschlafen worden.“

„Ich befürworte das Ansinnen, M-V zur deutschen Modellregion für eine E-Residency zu machen ausdrücklich“, zeigt sich WULFF von der Idee begeistert. Der Digitalisierungsexperte verweist aber auf einen weiteren Antrag der Regierungskoalition, in dem die eigene Regierung aufgefordert wird, doch bitte endlich die zahlreichen Funklöcher im Land zu stopfen. „Solange die Landesregierung selbst diese elementarsten Grundlagen für eine Digitalisierung des Landes nicht auf die Reihe bekommt, sehe ich für den Erfolg einer E-Residency-Modellregion M-V aber schwarz.“