FDP fordert: Kostenübernahme für Berufshaftpflicht statt unnötige Akademisierung

FDP-Landesvorsitzender René DOMKE kritisiert den Vorstoß im Landtag zur Akademisierung von Hebammen und Geburtshelfern als unnötig.
„In meinen Augen wäre eine Akademisierung von Geburtshelfern absolut kontraproduktiv. Uns fehlen doch jetzt schon viele Fachkräfte in diesem Gebiet“, erklärt DOMKE. Eine Anhebung des erforderlichen Bildungsniveaus für den Zugang würde diesen Mangel noch vergrößern.
Überdies hätten Hebammen und Geburtshelfer aktuell ganz andere Sorgen, meint DOMKE: „Seit dem Auslaufen der Gruppenhaftpflichtversicherung des Deutschen Hebammenverbandes 2016 ist der für eine rechtssichere Praxis notwendige Versicherungsschutz für viele freiberufliche Hebammen unbezahlbar geworden.“

60% der deutschen Hebammen und Geburtshelfer seien Freiberufler und viele könnten sich eine Berufshaftpflichtversicherung nicht leisten. Im Ergebnis nähme die Zahl der berufstätigen Hebammen seit Jahren stetig ab.


„Wir Freie Demokraten fordern deshalb eine Kostenübernahme der Berufshaftpflichtversicherung für qualifizierte Hebammen- und Geburtshelfer durch das Land“, sagt DOMKE. Eine akademische Ausbildung könne ein Zusatzangebot darstellen, dürfe aber auf keinen Fall zur Grundausbildung werden.