FDP begrüßt Digitalpakt mit einiger Restskepsis

Zur Einigung im Vermittlungsausschuss zum Digitalpakt für Schulen äußert sich FDP-Landesvorsitzender René DOMKE:
 
Grundsätzlich ist es zu begrüßen, dass endlich die fünf Mrd. Euro in die digitale Ausstattung der Schulen fließen können und sich diese aus dem Kreidezeitalter heraus entwickeln können. Schlimm genug, dass Deutschland hier anderen Staaten um Jahre hinterherhinkt.
Dennoch muss man der Einigung, die nun in Berlin gefeiert wird, mit einer gewissen Skepsis begegnen. Zwar wird der technische Rückstau einigermaßen lösen lassen, die Lehrpläne und das Lehrpersonal müssen aber darauf eingestellt sein.

Was nützen WLAN, Smartboards und digitale Lernprogramme, wenn die damit verbundenen Potenziale dann nicht ausgeschöpft werden können? Hier muss sich nach dem Wunsch der Länder der Bund heraushalten und genau da fangen die Probleme an. Sind die Länder und ist Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung bereit, hierfür Mittel bereitzustellen für Fortbildungen der Lehrkräfte, für eine Umgestaltung und Implementierung in die Lernprogramme? Hier könnte der föderale Flickenteppich im Bildungssystem wieder zur Stolperfalle werden. Daher fordert die FDP jetzt ein Programm der Landesregierung, wie der Einsatz der Mittel aus dem Digitalpakt landesseitig begleitet wird. PM 2019-014