Soziale Wohnraumförderung in MV wird auch weiterhin nicht funktionieren

Zur Änderung der Richtlinie „Wohnungsbau Sozial“ durch das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommerns sagt der Bundestagsabgeordnete Hagen Reinhold:

Die Ausweitung der Richtlinie auf über einhundert Orte zeigt, dass auch der Minister Pegel nicht weiß, wo in den nächsten Jahren ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum entsteht wird, oder bereits vorhanden ist. Auch eine feste Miethöhe, die sich nicht nach den örtlichen Mietspiegeln oder den zukünftigen Einkommensentwicklungen richtet, ist der falsche Weg

„Viel besser wäre es, jetzt in die `Subkjektförderung´ einzusteigen, das bedeutet zum Beispiel mit einem dynamisches Wohngeld die Leute zu unterstützen, die sich die Miete vor Ort sonst nicht leisten können."
Das würde auch den sozialen Zusammenhalt stärken, weil dadurch unabhängig von ihrem Einkommen alle Bürger gemeinsam in den Quartiere leben könnten. Es ist also ein grundsätzliches Umdenken in der Wohnungspolitik von Nöten.
Außerdem müsse man laut Reinhold an die Landesbauordnungen und an das Baugesetzbuch ran. Bauen ist kompliziert, teuer, langwierig und bürokratisch und das trifft alle Bauherren, egal ob privat, kommunal, oder genossenschaftlich. Dann müsste man auch nicht so viel Geld ausgeben, um günstigeren Wohnraum zu schaffen.
Aber auf so weitsichtige Lösungen sollte man bei SPD und CDU nicht warten.