FDP fordert Wachstumsmotor Hochschule Schwerin

Anlässlich der aktuellen Debatte über die Einrichtung einer staatlichen Hochschu-le in der Landeshauptstadt Schwerin erklärt der amt. Kreisvorsitzende Frank Haacker:

Gerade eine so defizile Frage, wie die Ansiedelung einer Hochschule in Schwerin sollte mit Vernunft und nicht mit Emotionen beantwortet werden. Natürlich kann argumentiert werden, dass eine Landeshauptstadt auch eine staatliche Hochschule haben sollte. Ob Schwerin aber nun eine Hochschule braucht oder nicht, sollte sich weder an Fragen der Fördermittelversorgung noch des Prestiges, sondern einzig am Bedarf orientieren.

Gibt es so einen Bedarf? Ja, sagt die ansässige Wirtschaft, die auf der Suche nach Fachkräften verzweifelt. Insbesondere die Ansiedelung der Bereiche Medizintechnik, Ernährungs- und Landwirtschaft, Energiewirtschaft, Biotechnologie und Gesundheitsmanagement wären in Schwerin gut aufgehoben.

Die agrarisch ge-prägten Wirtschaftsstrukturen in Westmecklenburg würden sich in einer ent-sprechenden thematischen Ausrichtung wiederfinden und hätten bei der Suche ihrer zukünftigen Mitarbeiter kurze Dienstwege. Gleichzeitig würde durch die Fokussierung auf diese Studiengänge keine Konkurrenz zur Hochschule Wismar entstehen, welche sich auf wirtschafts- und ingenieurwissenschaftliche Studien-gänge spezialisiert hat.

Die Aufwertung durch eine Hochschule könnte für Schwerin zu einem Wachstumsimpuls werden. Von der Pendlerstadt, in der viele zwar arbeiten, aber nicht wohnen, würde Schwerin zur Heimat einer lebhaften Studierendenszene. Viele die dann zum Studieren nach Schwerin kommen, würden auch nach dem Studium zum Leben bleiben. Auf diesem Wege ließen sich auch die Löhne in Schwerin und im umgebenden Landkreis Ludwigslust-Parchim deutlich erhöhen.

Wir, die Freien Demokraten, sind überzeugt: es gibt genügend vernünftige Gründe, die für eine Hochschule Schwerin sprechen. Wir unterstützen entsprechende Initiativen daher ausdrücklich.