Die Lösung gegen hohe Strompreise? Marktwirtschaft macht’s!

Anlässlich der Landtagsdiskussion über die Strompreise in Mecklenburg-Vorpommern erklärt der stellvertretende Landesvorsitzende und Energieexperte, Michael VOM BAUR:


„Die von der Landesregierung verfolgte Zielsetzung M-V zum Energieexportland zu entwickeln verursacht hohe Ausbaukosten für die lokalen Verteilnetze und macht unser Bundesland zu einem der teuersten Standorte für gewerbliche und private Stromverbraucher in Deutschland“, konstatiert Michael VOM BAUR, stellvertretender Landesvorsitzender der Freien Demokraten. „Der Aufbau der Wind- und Solarstromkapazitäten ist in Deutschland mittels EEG weitgehend planwirtschaftlich finanziert worden und alle Manipulationen an Umlagen und Gebühren landen am Ende immer beim Endverbraucher. Hierin liegt die Ursache, dass in Deutschland mittlerweile die höchsten Strompreise in der EU gezahlt werden.“

Der Stromexport ist aber kein gutes Geschäft für M-V ist VOM BAUR überzeugt: „Aktuelle Auswertungen zeigen, dass sich die Stromproduktion der Windkraftanlagen in M-V in Stromspitzen konzentriert. In relativ wenigen Tagen (nur 20% der Jahresstunden) fallen bereits ungefähr 50% der Stromproduktion an. Immer dann, wenn der Wind mit Stärke 5 oder mehr weht, drängt aus M-V und den umliegenden Ländern der meiste Strom auf die Strom-Börse EEX. Die dadurch teils ins Negative purzelnden Strompreise kommen den Stromkunden durch die EEG-Umlage dann teuer zu stehen“, verdeutlicht VOM BAUR. „Die Hälfte des Jahres fällt übrigens mangels Wind nur 15% des Windstroms an, was M-V oft zum Stromimport nötigt.“


„Mit jeder neuen Windkraftanlage in MV verschärft sich diese Situation weiter und lässt die Kosten weiter steigen. Auch der zunehmende Ausbau der Übertragungsnetze nach Süden wird daran nichts Grundsätzliches ändern. Die problematischen Spitzen werden höher, die Täler bleiben“, erklärt VOM BAUR.


Das Lösungskonzept gegen steigende Strompreise liegt damit für den Energieexperten VOM BAUR auf der Hand: „Der Zubau von EE-Anlagen muss solange gestoppt werden, bis der wirtschaftlich sinnvolle Absatz der stark schwankenden Stromproduktion gesichert ist! Die Landesregierung muss sich für ein Auslaufen des EEG sowie marktwirtschaftliche Reformen der Netzfinanzierung und des Strommarktes in Deutschland einsetzen! Die bessere Integration des regenativen Stroms durch regionale Kooperationen von Stromproduzenten und -verbrauchern sowie neue, innovative und digitale Geschäftsmodelle müssen endlich ermöglicht werden! Die gewerblichen und privaten Anrainer der ‚neuen regenerativen Kraftwerke‘ müssen durch niedrige Strompreise belohnt und nicht bestraft werden!“ PM 2019-009