WULFF: „Nachhaltige Verbesserungen, statt Sonntagsausflug!“

Anlässlich des Beginns der „Landpartie für angehende Lehrerinnen und Lehrer“ der Bildungsministerin erklärt der FDP-Generalsekretär, David WULFF:


„Solange nur der Besuch der Bildungsministerin Leben in den ländlichen Raum bringt, braucht sich niemand wundern, dass es so wenige junge Lehrer aufs Land zieht“, kommentiert der FDP-Generalsekretär David WULFF die gemeinsame Landpartie der Bildungsministerin mit dem Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung. „Was junge Lehrer abstößt, ist dasselbe, das so viele Menschen aus den Dörfern in die Städte fliehen lässt: die Vernachlässigung der Infrastruktur im ländlichen Raum. Die Landesregierung ist gefragt, vernünftige Arbeits- und Lebensbedingungen auf dem Land zu sichern. Dann bleibt auch der Lehrernachwuchs“, ist WULFF überzeugt.

„Auch Seiteneinsteiger in den Lehrerberuf könnten hierfür eine wertvolle Ressource sein, wenn sie von der Landesregierung nur richtig genutzt werden würden“, hält WULFF fest. „Die meisten Seiteneinsteiger benötigen vor allem fachdidaktische Kenntnisse, da sie außerhalb von Grund- und Förderschulen eingesetzt werden. Anstatt also bedarfsgerecht vorzubereiten, schert die Landesregierung alle Seiteneinsteiger im Rahmen ihres berufsbegleitenden Crashkurses über einen Kamm. Dabei müsste ein solcher Vorbereitungsdienst erfolgreich absolviert werden, bevor die Lehrtätigkeit angetreten wird“, sagt WULFF.


Dies betrifft aber seiner Meinung nach keineswegs nur die Seiteneinsteiger: „Weiterbildungen für Lehrer finden seit langem entweder in den Abendstunden oder in Sommer- bzw. Winterakademien während der Ferien statt. Damit sind Schulen einer der wenigen Arbeitgeber, der Weiterbildungen außerhalb der regulären Arbeitszeit stattfinden lässt – mit dem Ergebnis das viele Lehrer die Möglichkeit der fachlichen Weiterbildung nicht in Anspruch nehmen können.“, kritisiert WULFF.
Dabei gebe es so viele Bereiche, in denen sich unsere Lehrer weiterbilden müssten, ist WULFF überzeugt: „Wenn der Digitalpakt tatsächlich irgendwann modernste Technik in unsere Schulhäuser spült, müssen auch die Lehrkräfte in der Lage sein, mit dieser zu arbeiten. Das sich die Pauker die neue Technik von ihren technikaffinen Schülern erklären lassen müssen, zeigt die gewaltigen Versäumnisse in diesem Bereich auf.“ PM 2019-004