MEISSNER zu Horizont Europa: "Wir brauchen eine Mission: Healthy Ocean"

Die forschungspolitische Sprecherin und Vorsitzende der FDP-Delegation im Europäischen Parlament, Gesine Meissner, begrüßt die heute vom Europäischen Parlament angenommenen Regelungen für das nächste EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation:

"Das Europäische Parlament hat ein starkes Signal an die Mitgliedstaaten geschickt. Wir Europaparlamentarier fordern einen Anstieg der Ausgaben für Forschung und Innovation auf 120 Milliarden statt der von der Kommission vorgeschlagenen 100 Milliarden. Forschung und Innovation sind das Herzstück der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen und der Schlüssel, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Statt auf nationale Einzelinteressen muss das EU-Budget der Zukunft noch stärker auf den europäischen Mehrwert der Ausgaben achten."

 

Horizont Europa ist das Nachfolgeprogramm von Horizont 2020 und wird europäische Forschungs- und Innovationsprojekte für den Zeitraum von 2021 bis 2027 finanzieren.

"Wir Liberalen haben uns dabei vor allem dafür eingesetzt, dass Horizont Europa weiterhin auf Exzellenz als Auswahlkriterium setzt und für Partner offenbleibt, die nicht aus EU-Mitgliedstaaten kommen. Forschung soll weder eine neue Kohäsionspolitik werden noch darf sie an den Grenzen der EU enden," stellt Meißner klar.

"Als Sondergesandte des Präsidenten des Europäischen Parlaments für Meerespolitik hätte ich mir allerdings einen stärkeren Fokus auf maritime Forschung gewünscht. Die Meere und Ozeane sind unsere Zukunft und gerade für Deutschland mit seinen exzellenten Forschungsinstituten wäre dies eine große Chance gewesen. Ich hoffe nun, dass in den Verhandlungen mit dem Rat eine Mission: Healthy Ocean beschlossen wird, die sich Themen wie den Auswirkungen des Klimawandels auf die Meere und die Verschmutzung durch Plastik widmet," fordert Meißner mit Blick auf die anstehenden TrilogVerhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat.

Da die Finanzierung des Programms allerdings vom Mehrjährigen Finanzrahmen abhängt, ist noch nicht klar, ob die im Januar beginnenden Verhandlungen noch vor der Europawahl im Mai abgeschlossen werden können.