WULFF: „Mehr Landluft ins Medizinstudium!“

Zur Landtagsdiskussion zum Mangel medizinischer Fachkräfte im ländlichen Raum, erklärt FDP-Generalsekretär David WULFF:
„Es wird wohl kaum reichen, nur mehr Studienplätze für Landärzte vorzuhalten, wie es die Regierungskoalition diskutiert. Eine medizinische Praxis im ländlichen Raum ist für die meisten Medizinstudenten und Absolventen erst einmal eine große Unbekannte“, erklärt der FDP-Generalsekretär David WULFF. „Dem Medizinstudium fehlt es an Landluft. Dieser Mangel ließe sich aber leicht abstellen.“

Jeder Medizinstudent absolviert als letzten Abschnitt seines Studiums ein Praxisjahr (PJ). Dieses Praxisjahr teilt sich in 3 Tertiale mit je 16 Wochen. „Während die Tertialen eins und zwei fest für Chirurgie und Innere Medizin vorgesehen sind, steht die Wahl der Station für das dritte Tertial frei. Hieraus ergibt sich für einen fast fertigen Medizinstudenten die Möglichkeit einen Einblick in die Tätigkeit des Landarztes zu gewinnen“, erklärt WULFF.


„Die Wahl dieser Option ließe sich dann noch mit ein paar Anreizen versüßen. Zum Beispiel könnte dem PJler für seine Zeit auf dem Land kostenlos eine Wohnung gestellt werden. Dies würde schon einmal eine Sorge aus dem Weg schaffen. Dem Land sollte ein solches Landarzt-Praktikum auch ruhig eine mit dem Krankenhaus vergleichbare Entlohnung wert sein. Immerhin ließen sich auf diesem Wege sicher einige angehende Mediziner für die Praxis auf dem Lande gewinnen“, vermutet WULFF. PM 2018-102