Daniel BOHL: „Acker bleibt Acker!“

Zur Landtagsdiskussion über eine Änderung des Dauergrünlanderhaltungsgesetzes erklärt der stellvertretende FDP-Landesvorsitzende und Landwirt, Daniel BOHL:


„Dieser Gesetzentwurf ist inkonsequent“, kommentiert der stellvertretende Landesvorsitzende der Freien Demokraten das vorliegende Änderungsgesetz der Landesregierung. „Zugegeben: mit diesem Gesetz muss der Landwirt nicht mehr alle 5 Jahre auf seinen mit Ackergräsern bestellten Ackerflächen eine Ackerfrucht anbauen, um ihren Ackerstatus zu erhalten.

Aber: wäre es nicht sinnvoller gewesen, gleich auch auf das jetzt vorgeschriebene Pflügen zu verzichten und einfach festzulegen: Acker bleibt Acker?“
Bislang waren Landwirte gezwungen Ackerflächen, die zur Produktion von Grünfutterpflanzen genutzt werden, alle fünf Jahre in die Fruchtfolge aufzunehmen, damit diese nicht zu Dauergrünland umgewandelt wurden. „Dauergrünland hat im Vergleich zu Ackerland nur circa 1/3 des Verkehrswertes. Jeder Landwirt wird also alles in seiner Macht stehende unternehmen, um den Ackerstatus seines Landes zu erhalten“, erklärt BOHL, selbst Landwirt mit langjähriger Erfahrung. „Anstatt nun also alle fünf Jahre eine Ackerfrucht auf der Fläche anbauen zu müssen, muss der Landwirt nun nur noch einmal pflügen.“


„Warum aber noch auf dieser Regelung bestehen?“, fragt BOHL. „Warum den Bauern mit dem Traktor die Fläche hoch-und runterjagen und dabei unnötig CO2 erzeugen lassen? Warum intakte Grasbestände umpflügen, die dann auch noch beim Verrotten in ihnen gebundene Stickstoffe freisetzen? Das ist doch absurd!“, hält BOHL fest.
„Die Landesregierung sollte keine halben Sachen machen und sich vielmehr dafür einsetzen: Ackerboden bleibt Ackerboden, egal was gerade darauf wächst.“ PM 2018-101