IAG – Desaster offenbart kollektive Verantwortungslosigkeit: FDP fordert Untersuchungsausschuss und umfassende Information der Anwohner

Zu den bekannt gewordenen Grenzwertüberschreitungen in der Deponie der IAG äußert sich der Generalsekretär der FDP M-V, David WULFF:

 

„Die schleppend bekanntwerdenden Details über jahrelange Überschreitungen von Grenzwerten und weiterlaufenden Deals auf Kosten unserer Umwelt und möglicherweise Gesundheit sind ein handfester Skandal, durch den manche politische Karriere ihr Ende finden wird.

 

Die FDP fordert alle im Landtag sitzenden Parteien auf, diese Vorkommnisse nun in einem Untersuchungsausschuss aufzuklären. Hierbei kann keine Rücksicht auf Parteibuch und Koalition genommen werden. Das ist die Politik den Menschen im Umfeld der Deponie mindestens schuldig. Auch wenn es Vertragsstrafen auslösen würde: die Lieferungen des belasteten Mülls aus Italien sind sofort zu stoppen! Die Verantwortlichen sind zur Rechenschaft zu ziehen!

 

Es sollte überdies hinterfragt werden, warum erst jetzt ein Detail nach dem anderen auftaucht. Welche Rolle spielte der Aufsichtsrat? Wie konnten die eklatanten Verstöße so lange verborgen werden?

 

Eines zeigt dieser Vorgang jedoch auch: Der Staat ist nicht, wie so oft behauptet, der bessere Unternehmer. Hier hat ein öffentliches Unternehmen, im Eigentum des Landes, unter Aufsicht des Landes und unter Kontrolle staatlicher Untersuchungsbehörden die Gesundheit der Bürger aufs Spiel gesetzt und sich an der Umwelt vergangen. Ein ganz klarer Fall kollektiver Verantwortungslosigkeit.“