WULFF: „12 € Mindestlohn wären für manche Branchen der Todesstoß!“

Zur Forderung des Bundesfinanzministers Olaf Scholz (SPD), den Mindestlohn zu erhöhen, erklärt der Generalsekretär, David WULFF:


„Ein durch den Staat vorgegebener Mindestlohn mag ja gut gemeint sein. Viele Politiker wissen aber gar nicht, was dieser in den Unternehmen zur Folge hat“, behauptet der FDP-Generalsekretär David WULFF. „Durch den Mindestlohn muss auch das Niveau der darüber liegenden Lohngruppen entsprechend angehoben werden, da höher qualifizierte Mitarbeiter den Mindestlohn sonst als unfair empfinden. In einem inhabergeführten Hotelbetrieb kann dies die Gehaltszahlungen leicht um einen 6-stelligen Betrag steigen lassen.

Auch dieser Betrag muss erst auf dem Markt erwirtschaftet werden - bei uns an der Ostsee zum Beispiel im Wettbewerb mit polnischen Badeorten.“


„In M-V zahlen die Unternehmen, die höhere Löhne erwirtschaften können, bereits heute wesentlich mehr als den gesetzlichen Mindestlohn. Die Forderung nach einem Mindestlohn von 12,- Euro pro Stunde trifft daher vor allem diejenigen Unternehmen im Lande, die im internationalen Preiswettbewerb ums Überleben kämpfen, zum Beispiel in der Nahrungsmittelwirtschaft und im Gastgewerbe“, erklärt WULFF. „Ihr Überleben wäre durch eine weitere Anhebung des Mindestlohns akut gefährdet. 12 € Mindestlohn wären für manche Branchen in M-V der Todesstoß!“


„Wir sind daher gespannt, wie sich die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, zu der für einige Branchen in M-V wenig hilfreichen 12,- Euro-Forderung ihres Parteifreundes Olaf Scholz verhalten wird. Seit ihrer Amtsübernahme versuchte sie, sich als „Freundin der Unternehmer in M-V“ zu inszenieren“, sagt WULFF. „In dieser Rolle müsste sie ihm eigentlich deutlich widersprechen und sich für eine Lösung zwischen den Tarifpartnern einsetzen, die auch in den betroffenen Marktsegmenten durchsetzbar ist.“