WULFF zu „Lesen durch Schreiben“: „Durchgefallen!“

Zur Diskussion im Landtag zur „Lesen durch Schreiben“-Methode erklärt der Generalsekretär, David WULFF:


„Lesen durch Schreiben hatte seine Chance und bei allen, die in der Praxis mit den Ergebnissen konfrontiert waren, ist das Votum eindeutig: durchgefallen!“, rekapituliert David WULFF, Generalsekretär der Freien Demokraten die Resultate der umstrittenen didaktischen Methode. „Dennoch ist es nicht die Aufgabe des Staates zu entscheiden, welche didaktischen Methoden angewendet werden sollen und welche nicht. Der Staat kann einzig vorgeben, welche Fähigkeiten im Verlauf einer Schulbildung wann erfolgreich erworben sein sollen.“
„Kein anderer Faktor ist für den beruflichen Erfolg dermaßen entscheidend, wie der eingeschlagene Bildungsweg. Um also unseren Kindern auch in Zukunft die bestmöglichen Chancen zu eröffnen, müssen wir auch didaktisch die bestmögliche Unterstützung ermöglichen. Da von vornherein aber niemand weiß, welche die bestmögliche Methode ist, muss auch Raum für das Ausprobieren alternativer Methoden sein“, erklärt WULFF seinen urliberalen Ansatz.

„Ich halte deswegen absolut nichts davon, jetzt einseitig wieder die Fibel-Methode als den einzig gangbaren Weg erzwingen zu wollen. Nur weil die ‚Lesen durch Schreiben‘-Methode durchgefallen ist, muss dies nicht auch für andere alternative Methoden gelten“, wendet WULFF ein und fährt fort: „Für ein bestmögliches Bildungssystem müssen wir auch lange festgefügte und eingestaubte Strukturen und Prozesse infrage stellen und Alternativen entwickeln. Denn das in unserem Bildungssystem Optimierungsbedarf jenseits der Rechtsschreibung existiert, ist ebenso wenig eine Neuigkeit, wie die Untauglichkeit von ‚Lesen durch Schreiben‘. Nun müssten aber in der Staatskanzlei, aus der Kenntnis dieser Zusammenhänge, auch endlich die richtigen Lehren gezogen werden. Denn was die Bildungspolitik angeht, gilt auch für die Landesregierung: durchgefallen!“