FDP fordert: Ambulante ärztliche Versorgung verbessern

Zum Antrag der FDP Bundestagsfraktion „Ambulante ärztliche Versorgung verbessern, Bürokratie abbauen, Budgetierung aufheben“ erklärt der FDP Landesvorsitzende, René DOMKE:


„Bereits heute haben wir vor allem in den ländlicheren Teilen von Deutschland, wie bei uns in Mecklenburg-Vorpommern, einen Mangel sowohl bei Haus- als auch bei Fachärzten. Dieser Mangel wird sich durch die absehbaren demografischen Veränderungen noch verschärfen.

Terminprobleme sind die Folge. Die Wartezimmer werden voller und voller. Gleichzeitig werden viele Ärzte für die aufkommende Mehrarbeit nicht leistungsgerecht bezahlt. Durch die Budgetierung seitens der Krankenkassen behandeln viele Ärzte gegen Ende eines Quartals oft ohne dafür entlohnt zu werden. Die Folge ist, dass nur dringende Fälle behandelt werden und die Wartezeiten weiter zunehmen.


Daher ist es wichtig, die Ursachen zu bekämpfen und nicht die Symptome. Die Probleme des Terminmangels lassen sich nicht, wie von der Regierung vorgesehen, durch bürokratische Terminservicestellen lösen. Stattdessen müssen Ärzte mehr Zeit für die Patienten haben. Diese Versorgung muss leistungsgerecht vergütet werden. Wir Freien Demokraten haben daher den Vorstoß ins Parlament gebracht, die Budgetierung der grundversorgenden Ärzte umgehend und die der übrigen schrittweise aufzuheben. Zusätzlich sollen die Berichtspflichten reduziert werden. 2017 haben Ärzte und Psychotherapeuten 54 Millionen Stunden mit Papierkram verbracht. Das ist kostbare Zeit, die bei der Versorgung von Patienten fehlt. Unsere Vorschläge sind daher geeignet kurzfristig die Versorgung zu verbessern.


Mittelfristig bedarf es zudem einer Flexibilisierung von Niederlassungsmöglichkeiten, einer innovativen Aufgabenteilung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung sowie einer Nutzung der Chancen die sich durch die Digitalisierung auch im Gesundheitsbereich ergeben. Unser Ziel ist es, Alternativen aufzuzeigen, die eine gute ärztliche Versorgung ermöglichen – unabhängig vom Wohnort.“ PM 2018-083