Digitalisierung: Schluss mit der Angstmache!

Zur vorgestellten Regionalstudie zur „Entwicklung der Substituierbarkeitspotenziale auf dem Arbeitsmarkt“ erklärt der FDP-Generalsekretär, David WULFF:


„Von einer Übernahme des Arbeitsmarktes durch die Maschinen kann doch keine Rede sein! Ich finde diese Angstmache vollkommen unangebracht“, sagt David WULFF, Generalsekretär der Freien Demokraten. „Die Digitalisierung ist für uns eine riesige Chance. Wir können Freiräume für die Erledigung von Aufgaben zu gewinnen, die bisher mangels Kapazitäten liegen geblieben sind. Wir Freien Demokraten fordern: Schluss mit Angstmache! Die Digitalisierung wird vieles verändern, aber nicht zum Schlechten!“

Die heute vorgestellte Studie des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Nord weist für Mecklenburg-Vorpommern aus, dass 19,3% aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ein Substituierbarkeitspotenzial von mehr als 70% besitzen. „Die Möglichkeit repetitive und eintönige Arbeiten von Maschinen statt von Menschen erledigen zu lassen, sollte uns keine Angst machen. Mit jeder lästigen Tätigkeit, die uns Maschinen abnehmen, gewinnen wir im Beruf Freiräume hinzu. Das ist die Möglichkeit andere anspruchsvolle, bislang vernachlässigte Tätigkeiten zu erledigen, für die bisher keine Zeit blieb“, erläutert WULFF.


„Die Digitalisierung bietet uns die Möglichkeit, das Ärzte und Pflegekräfte stärker auf ihre Patienten eingehen können, weil ihnen intelligente Algorithmen den Papierkram abnehmen und Roboter die Medikamente vorbereiten. Sie bietet uns die Möglichkeit, mehr Zeit in das effiziente Design von Bauteilen zu investieren, als in deren Herstellung, was wiederrum Energie und knappe Ressourcen spart. Sie bietet uns die Möglichkeit mehr Zeit mit unseren Mitmenschen zu verbringen, als Papier zu wälzen, Güter zu verschieben und Maschinen zu bedienen“, zeichnet WULFF ein optimistisches Zukunftsbild.


„Damit einher geht natürlich ein allgemeines Steigen der beruflichen Anforderungen“, räumt WULFF ein. „Gerade deswegen können wir es uns nicht leisten, bei der schulischen und beruflichen Bildung zu sparen. Schon heute bestimmt der Bildungserfolg maßgeblich über den beruflichen Erfolg. Diese Entwicklung wird sich in Zukunft weiter verschärfen. Deshalb muss es heißen: Bildung, Bildung, Bildung!“


„Es wundert mich wenig, dass die Digitalisierung der Arbeitswelt in M-V so schleppend vorankommt. Das Fehlen von schnellem Internet ist aktuell das größte Hemmnis.“ Im kürzlich erschienen Digitalisierungsatlas der Prognos AG schnitten, abgesehen von den Großstädten Rostock und Schwerin, alle Kreise in M-V miserabel ab. Der Hauptgrund: fehlende Breitband-Infrastruktur. „Wenn wir beim Glasfaserausbau jetzt nicht aus dem Tritt kommen, geht eine industrielle Revolution an Mecklenburg-Vorpommern vorbei. Das ist eine Befürchtung, die mich wirklich umtreibt.“ PM 2018-084