FDP fordert: Wolf muss bejagt werden

Zu neuerlichen Wolfangriffen auf Nutztiere in Mecklenburg-Vorpommern, erklärt der Bundestagsabgeordnete Hagen Reinhold:

„Der Wolf ist schon lange kein exotischer Besucher mehr. Wenn die Anwesenheit des Wolfes in Deutschland zur Normalität wird, muss auch unser Umgang mit dem Wolf sich wieder normalisieren“, sagt Hagen Reinhold, Mitglied der FDP-Bundestagsfraktion. „Das bedeutet im Klartext: der Wolf muss wieder bejagt werden können.“
Die Angriffe auf Nutztiere durch den Wolf häufen sich auch in Mecklenburg-Vorpommern. Zuletzt riss ein Wolf mehr als 20 Schafe bei Blankenhagen, nur 20 Kilometer von Rostock entfernt. „Wir brauchen endlich ein verantwortungsvolles Wolfsmanagement und –monitoring. Dazu führt der Weg an der Jägerschaft, die den meisten Sachverstand im Umgang mit Wildtieren hat, einfach nicht vorbei: der Wolf muss als jagdbare Tierart in das Bundesjagdgesetz aufgenommen werden“, fordert Reinhold.

Die Freien Demokraten haben dazu bereits im Januar 2018 einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der aktuell im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit behandelt wird. „Die Anhörungen der Sachverständigen waren nahezu einstimmig: Jäger müssen den Wolf wieder schießen dürfen. Auch unsere weiteren Forderungen, wie die Aufnahme des Wolfes in Anhang V der europäischen Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Richtlinie wurden positiv aufgenommen.“


„Wölfe haben in Deutschland bisher die Erfahrung gemacht, dass sie menschliche Ansiedlungen nicht fürchten müssen. Im Ergebnis gefährden diese eigentlich scheuen Jäger die berufliche Existenz vieler Nutztierhalter. Wir Freien Demokraten fordern eine Beweislastumkehr für Wolfsgeschädigte“, sagt Reinhold. „Es kann nicht sein, dass Geschädigte Monate lang auf ein genetisches Gutachten warten müssen, um ihren Anspruch auf Ausgleichszahlungen geltend machen zu können.“