Wie aus Visionen Wissen wird

Anlässlich der Vorstellung des Grundsatzprogramms von Jugend im Landtag 2018 erklärt der FDP-Generalsekretär, David WULFF:
„Die Jugend von heute weiß offensichtlich sehr gut woran es in M-V krankt“, kommentiert der FDP-Generalsekretär David WULFF das Grundsatzprogramm von Jugend im Landtag 2018 wohlwollend. „Dieses Grundsatzprogramm spricht mir in weiten Teilen direkt aus der Seele. Es legt aber auch die Finger tief in die Wunden vieler politischer Versäumnisse der Landesregierung. Ein Beispiel: Medienbildung. Die Jugendlichen entwickeln eine großartige Vision einer umfassenden digitalen Medienbildung, die aber ohne eine öffentliche Finanzierungsquelle eine Vision bleiben wird.“

„Eine gute Medienbildung braucht zwingend entsprechend geschulte Fachkräfte, die nicht nur mit der Technik umzugehen wissen, sondern die diese auch pädagogisch einzubinden verstehen. Der richtige Umgang mit digitalen Medien geht über deren bloßen Gebrauch hinaus“, erklärt WULFF. „Leider findet sich in den meisten Schulen im Land aktuell weder das eine noch das andere.“
„Weiterhin finden viele studierte Medienpädagogen im Land keine Anstellung, da sie keine Lehrer sind, und folglich nicht im schulischen Umfeld eingesetzt werden können. Gleichzeitig existieren aber nur sehr eingeschränkte Fördermöglichkeiten für außerschulische Medienbildung. Auch die Digitale Agenda, die von Frau Schwesig mit großen Fanfaren vorgestellt wurde, nimmt sich dem Problem nicht an. Sie stellt ganz spezifisch nur Gelder für die innerschulische Medienbildung zur Verfügung. Hier müsste unbedingt nachgebessert werden!“, fordert WULFF.


„Die Regierung versucht mit alten Strukturen neue Probleme zu lösen und ist damit wenig überraschend nicht sehr erfolgreich“, führt WULFF an. Er fordert eine parallel zur Sozialarbeit verlaufende Medienarbeit, welche öffentlich gefördert werden kann und die auch mit den Schulen kooperieren darf. „Nur so wird aus der Vision am Ende auch Wissen.“ PM 2018-079