Zu Besuch in Mirow

Am 13. September lud die Friedrich-Naumann-Stiftung zu einer Führung durch das Schloss Mirow. Die interessierten Teilnehmer, darunter auch Mitglieder des Landesfachausschusses Kultur der FDP M-V, besichtigten vorab de Schlosskirche, die auch als Johanniterkirche Mirow bekannt ist. Die Schlosskirche begeisterte die Besucher vor allem durch ihre schöne Backsteingotik. Die ältesten Teile der einschiffigen Kirche stammen aus dem 14. Jahrhundert. Interessant war auch die Besichtigung der Fürstengruft des (groß-) herzoglichen Hauses von Mecklenburg-Strelitz.

Hier fanden ab 1708 die regierenden Herzöge, ihre Gattinnen und ihre nächsten Angehörigen der Linie Mecklenburg-Strelitz ihre letzte Ruhe. Die anschließende professionelle Führung durch die Räumlichkeiten des Schlosses fand bei allen Teilnehmern großen Anklang. Schloss Mirow wurde ab etwa 1709 als Witwensitz für Herzogin Christiane Aemilie Anthonie von Mecklenburg-Strelitz errichtet. Im Herzen des Baus hat sich der hochbarocke Festsaal des italienischen Stuckateurs Giovanni Battista Clerici in seiner ganzen Pracht erhalten. Bei der äußeren Bescheidenheit des Schlosses erwartet man einen solchen Festsaal nicht.

Auch die Innenraumdekorationen, die Rokokoausstattungen, die handgestickten Tapeten oder die mit Streublumen getäfelten Wände ließen die Besucher staunen. Die Teilnehmer wurden vom Schlossführer auch mit unterhaltsamen Anekdoten aus der früheren Zeit und der fürstlichen Bewohner des Hauses unterhalten. Viel hörten wir auch von der unterschiedlichen Nutzung des Hauses in der Nachkriegszeit. So wurde das Schloss u.a. auch als Altenheim genutzt. Im Anschluss an die Besichtigungen nutzten die Teilnehmer im urigen Restaurant der Schlossbrauerei die Gelegenheit, sich zu kulturellen Themen auszutauschen. Dabei kamen zahlreiche Themen wie die Theaterlandschaft in MV, die Archäologie, die Kultur- und Kreativwirtschaft zur Sprache. Auch Themen, wie das Urheberrecht, der Zustand der Guts- und Herrenhäuser in MV sowie die die Vielfalt von Museen und Bibliotheken im Land wurden andiskutiert. Für März 2019 wird ein nächstes Treffen in Burg Stargard geplant.