Wenn die Universitätsmedizin krankt, tut sachliche Aufklärung not

Anlässlich der Landtagsdebatte über eine „Kommission Universitätsmedizin 2020“, erklärt der Landesvorsitzende der FDP M-V, René DOMKE:

„Die Zustände am Universitätsklinikum Rostock schwelen schon zu lange vor sich hin. Es ist höchste Zeit, die grassierenden Personalprobleme endlich beim Namen zu nennen und ihr Zustandekommen schonungslos aufzuklären“, fordert René DOMKE, Landesvorsitzender der FDP. „Zu lange hat die Politik weggesehen und damit ihre Aufsichtspflicht verletzt. Die eingerichtete Untersuchungskommission ist eine Institution, die wir Freie Demokraten rückhaltlos unterstützen. Nun ist es wichtig, diese auch gegen eine Einmischung aus der Politik zu verteidigen.“

„Es kann nicht sein, das der Mangel an Personal auf vielen Stationen der UMR zur Beeinträchtigung der Pflege und Heilung und letztlich zum Verschleiß des zur Verfügung stehenden Personals führt. Insbesondere unter den Pflegekräften gibt es viele, die sich aus Pflichtgefühl für die Patienten überlasten und dann oft selbst krank werden. Andere fliehen vor Zuständen, die sie mit ihrer Ethik nicht länger vereinbaren können. Wieder andere stumpfen ab und zählen die Tage bis zur Rente“, malt DOMKE ein erschütterndes Bild.

In der Folge würden die hygienischen Standards vernachlässigt, sagt DOMKE, anstatt gepflegt und geheilt werde nur noch abgefertigt. „Ein Land wie das unsere, das die Unantastbarkeit der Menschenwürde an die erste Stelle seiner Verfassung gestellt hat, darf derartige Zustände auf keinen Fall auf sich beruhen lassen. Es muss aufgeklärt werden, welche strukturellen Fehlkonstruktionen an der Wurzel dieser bösartigen Wucherung liegen“, fordert der Landesvorsitzende der Freien Demokraten.

Die ersten Parteien fordern einen größeren Einfluss der Politik in der Untersuchungskommission. DOMKE dazu: „Wir müssen uns vor dem Fehler hüten, die eingerichtete Untersuchungskommission zu politisieren. Aufklärung gelingt am besten, wenn sie auf einer sachlichen Grundlage geschieht. Welche Gründe auch immer zu den Zuständen am UMR geführt haben: die Politik der Vergangenheit trifft unzweifelhaft eine Mitschuld. Politische Parteiinteressen können in einer Untersuchungskommission daher nur schaden, nicht nutzen.“ PM 2018-076