DOMKE: „Das Maß der Dinge ist das Kindeswohl, nicht die Ideologie!“

Anlässlich des schlechten Abschneidens Mecklenburg-Vorpommerns in einer Bertelsmann-Studie zum Thema Inklusion, erklärt der Landesvorsitzende der FDP M-V, René DOMKE:

„Für uns Freie Demokraten ist die bestmögliche Bildung ein Menschenrecht, das ohne Ausnahme jedem Kind zusteht“, sagt René DOMKE, Landesvorsitzender der FDP M-V. „Auch und gerade Kinder mit einem besonderen Förderbedarf haben ein Anrecht darauf, individuell bestmöglich gefördert zu werden. Damit dies auch möglich ist, fordern wir bundeseinheitliche Bildungsstandards, um inklusiv arbeitenden Schulen präzise qualitative Meilensteine vorgeben zu können“, fährt DOMKE fort.

Die Studie von Prof. Klaus Klemm, die im Auftrage der Bertelsmann-Stiftung erstellt wurde, greift zur Bewertung des Inklusionsfortschrittes aus statistischen Gründen auf die Exklusionsquote zurück. Mecklenburg-Vorpommern belegt im Ranking der Exklusionsquoten der Bundesländer den letzten Rang. Trotz der bundesweit höchsten Förderquote (9,82%) belegt M-V aber im Ranking der Inklusionsquoten Rang 6 unter den 16 Bundesländern.

„Eine möglichst niedrige Quote an exklusiv beschulten Schülern ist keine Errungenschaft an sich, wie es die Studie der Bertelsmann Stiftung nahelegen möchte. Exklusiv arbeitende Förderschulen haben Mittel zur Verfügung, die inklusiv arbeitenden Regelschulen schlicht fehlen. Förderschulen verfügen über kleinere Klassen und fachlich besser auf die speziellen Anforderungen vorbereitetes Personal“, erklärt DOMKE. „Das Maß der Dinge sollte das Kindeswohl und nicht die Ideologie sein. Auch die Integrationsfähigkeit von Regelklassen kennt ihre Grenzen!“, betont DOMKE.

„Wir Freie Demokraten setzen uns entschlossen für eine integrierende und inkludierende Gesellschaft ein. Wir teilen aber nicht das radikale Verständnis einer kompromisslosen Inklusion, wie es vielfach interpretiert wird. Für wen die Förderschule das bessere Förderinstrumentarium bereithält, der sollte auch nicht Knall auf Fall in eine Regelschule gepresst werden.“

Ist die Studie also nur Schall und Rauch? Keineswegs, sagt DOMKE: „Es fehlt an bundesweit einheitlichen Bildungsstandards. Wenn eine Schule nicht in der Lage ist, auf einem definierten Bildungsstandard inklusiv zu unterrichten, dann sollte an diesem Standort auch kein inklusiver Unterricht durchgeführt werden dürfen.“ PM 2018-071