FDP-Generalsekretär WULFF an Ministerpräsidentin Schwesig: „Klotzen, nicht kleckern!“

Anlässlich der Veröffentlichung des neuesten Ländermonitorings „Frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann Stiftung, erklärt der FDP-Generalsekretär David WULFF:

„Das war wohl nix, Frau Schwesig“, wirft David WULFF, Generalsekretär der FDP in M-V, der Ministerpräsidentin vor. „Von ihrem bereits 2014 als Bundesfamilienministerin erklärten hohen Ziel, die Versorgungslage mit personell gut ausgestatteten Krippen- und Kindertagesstätten in Deutschland deutlich zu verbessern, ist die Ministerpräsidentin, gerade in ihrem Heimatland Mecklenburg-Vorpommern, noch meilenweit entfernt.“

„Sich die bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Familie auf die Fahnen zu schreiben, war ein absolut richtiger Schritt der Ministerpräsidentin“, räumt WULFF ein. „Wenn aber die Ausgangslage desaströs ist, reicht kein Kleckern. Dann muss geklotzt werden! Was bringen den Eltern in M-V die vielleicht irgendwann in Zukunft kommenden gebührenfreien Kitas, wenn sie sich wie heute, um die wenigen freien Plätze schlagen müssen?“, fragt WULFF.

„Ich forderte bereits im April eine Qualitätsoffensive in der Kinderbetreuung. Diese lässt weiterhin auf sich warten. Stattdessen zeigt es die Studie der Bertelsmann Stiftung schwarz auf weiß: es fehlt in M-V an Kitas und vor allem an qualifizierten Erziehern“, sagt WULFF. „Da sollte der Schwerpunkt der Landespolitik liegen!“ Die Studie geht von einem akuten Personalmangel von 6.700 Erziehern aus und kalkuliert die Kosten für den zusätzlichen Personalaufwand mit 312 Mio. €. „Ich habe bisher keine Idee aus Frau Schwesigs Staatskanzlei vernommen, wie diese riesige Personal-Lücke nachhaltig geschlossen werden könnte. Anstatt die Haushaltsüberschüsse sinnvoll in der Kinderbetreuung anzulegen, verschleudert die Landesregierung Steuergelder für die vorauseilenden Wahlgeschenke des ‚Strategiefonds‘. Das ist unverantwortlich!“, wirft WULFF der Ministerpräsidentin vor.

„Kindertageseinrichtungen sind keine Aufbewahrungs- sondern Bildungseinrichtungen“, erklärt WULFF. „Dort werden bereits die ersten wichtigen Voraussetzungen für den späteren Erfolg im Bildungswesen gelegt. Das M-V nun beim Ranking der Betreuungsschlüssel von Kitas von allen Bundesländern am schlechtesten abgeschnitten hat, muss ein Weckruf sein. Für die politisch Verantwortliche, die die frühkindliche Bildung bewusst zur Chefsache gemacht hat, bedeutet das:
„Setzen, Sechs!‘“  PM 2018-068