Schluss mit den Luftnummern! – Ländlichen Ärztemangel konkret angehen!

Anlässlich der Landtagsdebatte zur Ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum erklärt der Landesvorsitzende der Freien Demokraten, René DOMKE:

„Dieser Antrag ist die reinste Luftnummer! Wie soll denn eine Imagekampagne bereits in der Stadt niedergelassene Ärzte auf das Land locken? Wir brauchen konkrete Vorteile, die Studieninteressierten und Studierenden eingeräumt werden, um einen hinreichenden Anreiz für eine spätere Tätigkeit als Landarzt zu schaffen“, sagt René DOMKE, Vorsitzender der FDP in MV.

„Unser Landesparteitag hat diesen April ein Konzept vorgelegt, wie sich der Ärztemangel im ländlichen Raum bezwingen lässt. Das Konzept besteht aus drei Bausteinen: Anreize setzen, Angebot erhöhen, Leitbild stärken“, zählt DOMKE auf.

Das Konzept sieht vor, erstens Schulabgänger die an der Aufnahme eines Human- oder Zahnmedizinstudiums interessiert sind durch die Gewährung bestimmter Vorteile einen Anreiz für eine spätere Verwendung im ländlichen Raum zu schaffen.

Dies soll unter anderem in Form von Vorteilen bei der Studienzulassung und der Gewährung von Stipendien geschehen. „Ohne einen finanziellen Anreiz, der die Nachteile einer Tätigkeit auf dem Land ausgleicht wird es nicht gehen“, stellt DOMKE klar.

Zweitens muss die Anzahl an Studienplätzen in der Human- und Zahnmedizin um 10 % erhöht werden. Der Antrag zeigt einen Weg auf, wie eine solche Vorgabe auch verfassungskonform realisiert werden kann. „Das Angebot an Medizinern muss deutlich erhöht werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich der Ärztemangel nur vom Land in die Stadt verschiebt“, gibt DOMKE zu bedenken. PM 2018-059

Drittens soll das Leitbild des selbstständigen freiberuflich tätigen Arztes gestärkt werden. „Landärzte sind aller Regel Alleinkämpfer und daran ist absolut nichts Schlechtes. Im Gegenteil: eine medizinische Tätigkeit jenseits von Klinikstress und Großstadtlärm auf eigene Verantwortung hat ihren ganz eigenen Charme“, sagt DOMKE. „Dafür brauchen angehende Mediziner aber auch das nötige kaufmännische Knowhow für die Selbstständigkeit. Hier könnte das Land helfend unter die Arme greifen.“