Hans Kreher zur wassertouristischen Nutzung: „Der rote Faden fehlt.“

Anlässlich der Landtagsdebatte zur Entwicklung landesübergreifender wassertouristischer Potenziale, erklärt der ehemalige Vizepräsident des Schweriner Landtages, Hans KREHER:

„Ich vermisse einen roten Faden bei der wassertouristischen Nutzung der Landesgewässer. Dadurch lassen wir das Potenzial, unserer an Flüssen gegründeten Städte, größtenteils ungenutzt verkommen. Die Landesregierung müsste endlich ein grundsätzliches Gesamtkonzept für ganz Mecklenburg-Vorpommern vorlegen“, fordert Hans KREHER, ehemaliger Vizepräsident des Landtages und Ehrenvorsitzender der Freien Demokraten.

KREHER hat einige gute Ideen parat: „Vom Störkanal bis zur Nordspitze des Schweriner Sees wurde nichts getan, um dieses Gebiet für Wassertouristen interessant zu machen. Gute Ideen, wie die Kanalverbindung zur Ostsee, wurden vom Land nicht unterstützt. Es hätte dafür auch Partner in Brandenburg und der Europäischen Union gegeben. Die ‚Nutzung gemeinsamer wassertouristischer Potenziale‘ scheiterte also bislang eher an der Landesregierung als an mangelndem Interesse außerhalb M-Vs.“

KREHER fährt fort: „Auch die ehemalige Kanalverbindung von der Warnow bei Bützow nach Güstrow verfällt weiter. Gute Ideen, wie die Wasserwege auch für den Öffentlichen Nahverkehr besser genutzt werden könnten, fallen auf taube Ohren. Man hat den Eindruck, dass seitens des Landes kein Interesse an dem Thema besteht.“

Viele Städte in Mecklenburg-Vorpommern wurden entlang der Flüsse Uecker, Peene, Recknitz und Warnow gegründet, weil eine Flusslage schon im Mittelalter große verkehrstechnische Vorteile bot. „Es ist nicht nachzuvollziehen, warum insbesondere das Tourismusland M-V, nicht ein ganzheitliches Konzept vorlegt, wie diese Vorteile genutzt werden könnten“, schließt KREHER. PM 2018-060