Nicht nur Kosten für Fahrt und Unterkunft ersetzen: Berufsausbildung attraktiver gestalten!

Anlässlich der Landtagsdebatte über die Anpassung des Fahrtkostenzuschusses für Azubis, erklärt der Generalsekretär der FDP M-V, David WULFF:

„Die berufliche Bildung ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels und der Überakademisierung ist es zwingend geboten, die Attraktivität der Berufsausbildung deutlich zu erhöhen“, sagt David Wulff, Generalsekretär der Freien Demokraten.

Als eine mögliche Maßnahme stellt Wulff die Schaffung Regionaler Berufsbildungszentren (RBB) vor. Diese könnten in die ländlichen Räume M-Vs hineinwirken. „Wenn die RBBs nach Gesichtspunkten der Erreichbarkeit im Land positioniert werden, lassen sich damit viele neue Azubis ansprechen, die bisher von den langen Pendelwegen abgeschreckt werden“, konstatiert Wulff.

Auch der Nahverkehr im ländlichen Raum sollte deutlich an Verfügbarkeit zulegen. Gerade dort wird das tägliche Pendeln für Azubis problematisch. „Es reicht nicht hin, wenn die entstehenden Fahrtkosten zunehmend vom Steuerzahler übernommen werden, insbesondere nicht wenn die Busse so selten fahren wie aktuell“, konstatiert Wulff. „Arbeit ist nur das halbe Leben. Die andere Hälfte füllen junge Menschen ungern mit Pendeln und Löcher-in-die-Landluft-starren. Wer also die Berufsausbildung im ländlichen Raum attraktiver gestalten möchte, der muss Stadt und Umland näher zusammenrücken.“

„Wir Freie Demokraten fordern daher auch den umfassenden Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs im ländlichen Raum. Es ist inakzeptabel, das uns fähige und händeringend gesuchte zukünftige Facharbeiter an andere Bundesländer und die städtischen Universitäten verloren gehen, nur weil am Freitagabend auf dem Land kein Bus mehr fährt!“ PM 2018-048