MEISSNER zum Kommissionsvorschlag zu Einwegkunststoffprodukten: Wir brauchen eine Mission "Plastic Free Ocean" mit Schwerpunkt auf dem Forschungsbereich

Zum heute veröffentlichten Vorschlag der Kommission zu Einwegprodukten aus Kunststoff kommentiert Gesine Meißner, meerespolitische Sprecherin der FDP im Europäischen Parlament und Vorsitzende der Intergroup "Seas, Rivers, Islands und Coastal Areas": "Plastik hat unser Leben erleichtert und ist aus dem Alltag kaum wegzudenken. Sein weitverbreiteter Einsatz hat aber teilweise gravierende Folgen. Allein im Pazifik schwimmt ein Plastikteppich von 1,6 Millionen km2, eine Fläche so groß wie Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal und die BeNeLux-Länder zusammen. Kein Wunder, dass inzwischen in allen Schildkrötenarten und in 90 % aller Seevögel Plastik gefunden wurde.

Über Fische und Seesalz gelangt das Problem inzwischen auch in unsere Nahrungsmittel, mit unbekannten Folgen. Damit auch zukünftige Generationen von einem gesunden Ozean als Quelle von Nahrungsmitteln aber auch Energie und Rohstoffen profitieren können, ist dringend ein Umdenken beim Verbrauch, der Produktion und Entsorgung von Plastik nötig. Der Vorschlag der Kommission zielt auf eine Reduzierung von Meeresmüll ab, was ich sehr begrüße."

Das Thema Plastikverschmutzung der Meere steht in engem Zusammenhang mit der aktuellen Debatte und Gesetzgebung in Brüssel zu Abfall- und Kreislaufwirtschaft und der europäischen Plastikstrategie. Es spielt aber auch eine wichtige Rolle bei der Diskussion um die Zukunft der europäischen Forschungspolitik. Hierzu Meißner: "Es ist mir besonders wichtig, den Forschungsaspekt zu unterstreichen. Hierzu braucht es die nötigen Mittel. Außerdem spielen Innovation und Startups eine entscheidende Rolle - vom Upcycling zu Möbeln bis zur Entwicklung neuer Filtersysteme oder Materialien."