Lehrermangel: Höchste Zeit den Kreidestaub vom Berufsbild des Lehrers zu pusten!

Anlässlich einer neuerlichen Plakatkampagne der Landesregierung zur Bekämpfung des Lehrermangels erklärt der Landesvorsitzende der FDP M-V, René Domke:

Der Fachkräftemangel kann für uns zu einer echten Sackgasse werden“, erläutert der Landesvorsitzende der FDP M-V, René Domke. „Wenn wir nicht einmal mehr in der Lage sind unseren Bedarf an Lehrkräften zu decken, wer soll dann die Fachkräfte von morgen ausbilden?“

Der in den nächsten Jahren bevorstehende Renteneintritt der Babyboomer stellt Mecklenburg-Vorpommern auch im Bereich der Lehrer vor eine schwer zu bewältigende Herausforderung. Das Land startet dieses Jahr wieder eine Plakatkampagne, um für Lehrkräfte zu werben. „Weder Plakate noch höhere Löhne werden reichen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Der Lehrerberuf muss allgemein attraktiver werden“, gibt Domke zu bedenken. „Junge Menschen sind heute technikbegeisterte Freidenker.

Das verbreitete Bild des Lehrerberufes ist immer noch die des Paukers mit Kreide und Tafel. Mehr Abschreckung geht nicht!“

Bildung muss modern und flexibel werden. Schulen müssen eigenständiger entscheiden können, wie sie Wissen vermitteln wollen. Der Einsatz von Technik im Unterricht darf nicht Overhead-Projektor oder Fernsehschrank bedeuten, sondern Tablet und Gigabit-Internet für jeden Schüler, Fernunterricht statt Unterrichtsausfall und on-demand abrufbare Onlinekurse statt drögem Frontalunterricht.

„Fremdsprachenunterricht mit Tandemklassen über das Internet wäre inzwischen kein Problem mehr. Das Geld dafür wäre da, es braucht nur den politischen Willen und Sachverstand eine echte Digitalisierungsstrategie für M-V auf den Weg zu bringen“, so Domke. „Es ist höchste Zeit, den Kreidestaub vom Berufsbild des Lehrers zu pusten. Mit neuen technischen Lösungen können wir eine neue Bildungspolitik auf den Weg bringen, die den Beruf des Lehrers für viele junge Menschen wieder erstrebenswert macht.“ PM 2018-042