Warum lieber Denkmalschutz Ost anstatt Jugendmigrationsdienst im Quartier?

Zum Tag der Städtebauförderung am 5. Mai 2018 erklärt der FDP-Bundestagsabgeordnete Hagen Reinhold:


„Die Städte in Mecklenburg-Vorpommern sind, wie in anderen Bundesländern auch, Zentren in denen Menschen, Ideen, Kulturen
zusammenfinden und auch einmal zusammenstoßen. Zum Erhalt des
sozialen Friedens braucht es eine aktive soziale Arbeit, die solche  Konflikte erkennt, aufnimmt und löst. Die Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden könnte
ein sinnvolles Instrument hierfür sein. Doch in seiner aktuellen Ausgestaltung verfehlt sie die Menschen in M-V zu oft.

Die Ursache dafür ist keine zu geringe finanzielle Ausstattung des Fördertopfes, sondern die Projekte, in welche die Mittel fließen. Dies sind hauptsächlich Projekte zum Erhalt denkmalgeschützter Gebäude und kaum soziale Projekte.


Auch in der Hansestadt Rostock ist der bei weitem größte Teil der städtebaulichen Fördermittel in den Denkmalschutz der Rostocker Altstadt geflossen. Neben dem Erhalt der schönen Hansehäuser sollte aber auch der soziale Frieden Berücksichtigung finden. Mit einem
ordentlichen Quartiersmanagement könnte Rostock Brennpunkte wie das KTC leicht in den Griff bekommen. Wo polizeiliche Härte gegenüber herumlungernden ausländischen Jugendlichen nicht
fruchtet, da ist soziale Arbeit gefragt. Genügend Geld, um eine  Stadtpolitik für die Menschen zu machen, wäre vorhanden. Es fehlt nur der politische Wille, dieses Geld auch dafür einzusetzen.“