Heimische Fischerei wirklich unterstützen - Kormoranpopulation endlich managen

Zum Antrag „Heimische Fischerei erhalten – Verpachtung von Landesgewässern an ortsansässige Fischer“ erklärt der stellv. Landesvorsitzende der FDP MV und agrarpolitische Sprecher, Daniel Bohl:

 

Während sich der Landtag mit der Fischerei beschäftigt, spielen erneut die tatsächlichen Probleme in MV keine Rolle. Der Aspekt, der die heimischen Fischer aktuell tatsächlich bewegt, ist die übermäßige Vermehrung der Kormorane und ihr negativer Einfluss auf die Fischbestände. Die milden Winter haben zu einer massiven Vermehrung der Meeresvögel geführt und bedrohen durch ihren großen Nahrungsbedarf die heimischen Fischereibetriebe.   

Die im Landtag diskutierte Bevorzugung der ortsansässigen Fischer bei der Verpachtung wäre höchstwahrscheinlich ohnehin nicht rechtskonform zu realisieren. Ein entschlossenes Management der Kormoranpopulationen ist daher das Gebot der Stunde und kein Protektionismus, wie es der Antrag fordert. Die Regierungskoalition hat sich über Maßnahmen zur Stärkung der heimischen Fischerei in ihrem Koalitionsvertrag verständigt. Wann diese endlich kommen und wie nutzbringend diese Maßnahmen tatsächlich für die Fischerei im Land sein werden, wird sich erst zeigen müssen. Von einem Management der Kormoranpopulationen ist dort zumindest keine Rede. PM 2018-028