Die Zukunft unserer Kinder wird in TeraBit gemessen

Zur Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage zur IT-Ausstattung der öffentlichen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in M-V erklärt Hagen Reinhold, MdB:
„Es ist durchaus ehrenwert, dass die Landesregierung den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern neben ihrer zentralen Aufgabe, der Pädagogik, keine zusätzlichen statistischen Pflichten aufbürden möchte. Um den Fortgang der Digitalisierung der Schulen nachvollziehen zu können, wäre aber ein Mindestmaß an Wissen über den Status Quo zwingend erforderlich.
Doch bereits die veralteten Statistiken, die die Landesregierung jetzt herausgegeben hat, decken sich mit dem Eindruck der sich Eltern und Schüler aufzwingt: die Ausstattung unserer Schulen ist teils massiv überaltet.
Weniger als 7 % der Schulen in M-V können einen Breitbandanschluss von gleich oder mehr als 50 Mbit/s vorweisen. Über 80 % sind mit weniger als 16 Mbit/s unterwegs.

Wie soll jeder Schüler in jeder Klasse digital unterrichtet werden, wenn er sich die bestenfalls 50 Mbit/s mit seinen Mitschülern teilen muss? Unser Ziel sollte es sein, dass jedem Schüler 50 Mbit/s zur Verfügung stehen. Dafür müssen unsere Schulen über Internetanschlüsse im TeraBit-Bereich verfügen und dieses Ziel ist nur durch einen umfassenden Ausbau des Glasfasernetzes zu realisieren.
Wenn der besteht, geht es erst richtig los: neueste Tablets und Notebooks müssen angeschafft und auf dem neuesten Stand gehalten werden, damit unsere Schüler die Werkzeuge ihres zukünftigen Lebens bereits verinnerlichen können. Und auch unsere Lehrkräfte brauchen ein Update: solange die Schüler den Lehrern zeigen müssen, wie Technik geht, läuft etwas gewaltig falsch.
Die Zukunft unserer Kinder wird in TeraBit gemessen, nicht in MBit. Es wird Zeit, dass auch die Landesregierung diesen Fakt anerkennt und endlich entsprechend handelt.“