Qualitätsoffensive in der Kinderbetreuung

Zur Novellierung der Kinderbetreuungskosten äußert sich der Generalsekretär der FDP MV, David WULFF:
Wir brauchen eine Qualitätsoffensive in der Kinderbetreuung und eine Novellierung des Kita-Finanzierungssystems.
So schön die Beitragsentlastung ist, so wenig verändert sie die bestehenden Qualitäts- und Strukturprobleme, die auch nach der Beitragsentlastung durch zu große Gruppen und einen sich immer weiter verschärfenden Fachkräftemangel in den Kitas gekennzeichnet ist.
Es fließt so kein Euro mehr in die Kitas. Das mag den Geldbeutel mancher Eltern schonen, fördert aber nicht die Bildungsqualität.

Die FDP steht für beste Bildung von Anfang an. Neben der Elternentlastung bedarf es auch einer Qualitätsoffensive in den Einrichtungen, damit sich die Arbeitsbedingungen für das pädagogische Personal verbessern und junge Erzieherinnen und Erzieher nicht in andere Bundesländer abwandern, wo a) mehr bezahlt wird und b) durch kleinere Gruppen und Assistenzkräfte einfach bessere Arbeitsbedingungen herrschen.

MV befindet sich, auch wenn man es vielleicht nicht wahrhaben will, in einem bundesweiten Wettbewerb um Kitakräfte und was nützt die schöne mit Steuermitteln neu gebaute geförderte Kita, wenn kein Personal zum Betrieb vorhanden ist?
Stückwerk statt eines Gesamtkonzeptes zu Lasten der Kinder, damit sich Frau Schwesig mit beitragsfreier Kita schmücken kann?
Der Einstieg in die Beitragsentlastung sollte zu einer umfassenden Reform des Finanzierungssystems der Kitas im Lande genutzt werden. Denn das aktuelle System ist nicht nur ungerecht, sondern erzeugt unglaublich viel Aufwand.

Die Freien Demokraten sprechen sich für eine Reduzierung der Vielzahl von Finanztöpfen und Sonderregelungen aus, um die kommunale Ebene/ Jugendämter und Kitas von bürokratischen Aufwand zu befreien.
Mehr Zeit für das Kind muss das zentrale Ziel sein. Ein weiterer Aspekt ist, dass der Wust an Finanzströmen hohen Verwaltungsaufwand auf der kommunalen Ebene verursacht. Die Zeit sollte besser - auch im Interesse der Kinder - in die Qualität der Betreuung investiert werden.
Die Elternbeitragsentlastung wäre zu kurz gesprungen, wenn nur die selbstzahlenden Eltern entlastet werden. Jedes Kind sollte dem Land gleich viel wert sein. Sprich konsequent wäre auch eine Übernahme der Kosten für die Kinder, deren Kosten derzeit durch den Träger der Jugendhilfe übernommen wird. PM 2018-026