Landesregierung fährt M-V auf die Sandbank

Zur Wirtschafts- und Lohnentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern erklärt Hagen Reinhold, MdB:

„Trotz gut gefüllter Auftragsbücher und wachsender Beschäftigung bleibt die Lohnentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern hinter den Erwartungen zurück, da es an den meisten Orten in M-V an der nötigen Infrastruktur für einen modernen Industrie- und Dienstleistungssektor fehlt. Die Leichtmatrosen der Landesregierung haben es verschlafen das Steuer der „MS Mecklenburg-Vorpommern“ zeitig herumzureißen. Nun liegt sie wirtschaftspolitisch auf der Sandbank.

Hohe Strompreise und bürokratische Hürden machen der Industrie in M-V die Ansiedlung unattraktiv. Die mangelhafte technische und personelle Ausstattung unserer Bildungseinrichtungen hat zu einem unübersehbaren Mangel an qualifizierten Fachkräften geführt. Die nun unternommenen Investitionen in die Berufsschulen des Landes hätte bereits vor einem Jahrzehnt erfolgen müssen, um den Fachkräftemangel zu verhindern. Der verschleppte Ausbau des Glasfasernetzes erschwert nicht nur die Ansiedlung von High-Tech-Unternehmen. Er macht auch für den ländlichen Raum interessante alternative Arbeitsformen wie Homeoffice unmöglich.

In der Vergangenheit hat es die Landesregierung wiederholt am nötigen politischen Willen mangeln lassen Industrie anzusiedeln. Mecklenburg-Vorpommern erfüllt die perfekten Voraussetzungen, um in vielen Bereichen die Vorreiterrolle einzunehmen, vergibt diese Chancen aber immer wieder.

Die Liste der wirtschaftspolitischen Versäumnisse der Landesregierung ist so lang das offensichtlich wird: der Landtag dürstet nach dem wirtschaftlichen Sachverstand der Freien Demokraten.“