Zum Koalitions-Antrag im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern zur Schaffung von Mobilitätsalternativen im ländlichen Raum erklärt der FDP-Bundestagsabgeordnete

Hagen Reinhold:

 

„Ich freue mich, dass CDU und SPD eingesehen haben, dass selbst ein kostenloser öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) niemandem hilft, wenn der selten bis gar nicht fährt. Mobilitätsalternativen, wie Fahrten-vermittlungsdienste und Digitale Plattformen, sind doch keine neue Entwicklung. Wenn jetzt die innovationsloseste Landesregierung der Republik versucht google, uber und Mitfahrzentrale noch an Innovations-kraft zu überholen, kann das nur ein müdes Lächeln auslösen. Ich bin mir sicher, dass die Menschen im nachbarschaftlichen Umfeld, angesichts der von der Landesregierung dicht gemachten Strecken, bereits jetzt den Individualverkehr nutzen“, findet Hagen Reinhold.

„Lücken im öffentlichen Transportnetz in den ländlichen Gegenden zu schließen, gelingt durch eine Verbesserung des ÖPNV. Und zwar nicht in Rostock, sondern auf dem platten Land, wo jetzt schon kein Bus fährt. Der Bund und die EU schütten an das Land M-V, zum Beispiel für das nächste Jahr, Mittel zum Zwecke der Förderung des ÖPNV und Verkehrswegebaus in Höhe von 47,2 Millionen aus. Einen Teil dieser Mittel stecken sich aber die Minister Pegel und Brodkorb in die Tasche. Denn es werden nur knapp 37 Millionen ausgegeben. Dabei könnte das Land mit den Geldern selbst aufgegebene Bahnverbindungen leicht wiederbeleben oder die ÖPNV-Taktung im ländlichen Raum erhöhen. Daher ist nicht einzusehen, warum die Regierungskoalition die Verantwortung zur Beseitigung dieser Defizite nun auf die betroffenen Anwohner im Rahmen von Hilfsprogrammen und Mitfahr-Alternativen abwälzen will.

Der umfassende Breitbandausbau und der Ausbau des Mobilfunknetzes wären letztlich notwendige Grundvoraussetzungen für die Verbreitung von neuen Mobilitätskonzepten. Wer unser Bundesland verkehrstechnisch erschließen und fit für die Zukunft machen möchte, der muss auch Geld in die Hand nehmen und wissen, wo es sinnvoll ausgegeben werden sollte“, so Reinhold abschließend.