Teure Paketpreise behindern den grenzüberschreitenden Online-Handel

Neue Verordnung über grenzüberschreitende Paketdienste soll mehr Transparenz in den europäischen Paketmarkt bringen, die nationalen Aufsichtsbehörden stärken und Paketpreise vergleichbarer machen. 

 

Gesine Meißner, verkehrspolitische Sprecherin der FDP im Europäischen Parlament, zeigt sich zufrieden: "Pakete ins Ausland zu verschicken ist bis zu fünfmal teurer als wenn das Paket im Land bleibt. Das ist für Privatpersonen ärgerlich und ein echtes Problem für den Online-Handel, der heutzutage die meisten Pakete verschickt. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen können bei den Postdienstleistern keine Rabatte aushandeln.

Die Kunden müssen die hohen Lieferkosten selber tragen und bestellen somit lieber bei inländischen Anbietern. Das behindert den grenzüberschreitenden Online-Handel. Wir wollen die Preise für Pakete ins EU-Ausland nicht vorschreiben. Aber es ist gut, dass die neue Verordnung mehr Preistransparenz schafft und die nationalen Regulierungsbehörden in Zukunft besser gegen Monopole und Marktmissbrauch bei grenzüberschreitenden Paketdiensten vorgehen können."

 

 

Am 13. Dezember haben sich Rat und Parlament im Trilog auf die Verordnung über grenzüberschreitende Paketzustelldienste geeinigt. Heute hat das Parlament diesen Text bestätigt. Formal muss das Ergebnis noch vom Rat verabschiedet werden.