Nur wettbewerbsfähige Betriebe können auf Dauer nachhaltig wirtschaften

Zur Aussprache „Gemeinsame Agrarpolitik nachhaltig gestalten - Veränderungen anschieben“ im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, erklärt der Agrarpolitische Sprecher und Stellvertretende Landesvorsitzende der FDP M-V, Daniel Bohl:

Bei allem Fokus der Diskussion über die zukünftige Gestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik auf höhere Anforderungen beim Tierwohl und beim Umweltschutz, darf nicht vergessen werden, dass die wichtigste Aufgabe der Landwirtschaft die Produktion von ausreichenden und sicheren Lebensmitteln ist. 

Den Landwirten ist klar, dass es zukünftig weniger staatliche Unterstützung geben wird. Deswegen ist es wichtig, dass die Wettbewerbsfähigkeit und die Marktfähigkeit der Betriebe nicht aus den Augen verloren werden. Landwirten müssen die unternehmerischen Freiheiten gelassen werden, ihre Betriebe unter erschwerten finanziellen Rahmenbedingungen stabil weiterentwickeln zu können. Nur wettbewerbsfähige Betriebe können auf Dauer nachhaltig wirtschaften.

Es ist von Bedeutung, dass die Maßnahmen der EU-Agrarpolitik deutlich effizienter werden und Bürokratie abgebaut wird. Die bürokratischen Auswüchse bei der Umsetzung der Agrarpolitik bringen Landwirte, aber auch die Verwaltung, an ihre Grenzen.

Die Definition der Ziele der zukünftigen Agrarpolitik muss auf einer wissenschaftsbasierten Grundlage nach messbaren Kriterien erfolgen. Nur so kann gewährleistet werden, dass sinnvolle Maßnahmen Unterstützung finden. Die Politik muss sich bei ihren Entscheidungen wieder mehr an fachlichen und sachlichen Kriterien orientieren und verlässlich für die Landwirte bei der Umsetzung der Ergebnisse von Wissenschaft und Forschung sein. PM 2018-010