Landesmarketing muss Wirtschaftsmarketing werden

Zum Antrag der CDU und SPD Fraktionen „Wirtschaftliche Entwicklung durch das Landesmarketing voranbringen“, erklärt der Generalsekretär der FDP MV, David WULFF:

Der Vorstoß von SPD und CDU kommt viel zu spät und zu zaghaft. Ein „weiter so“ beim Landesmarketing darf es nicht geben. Viel zu lange stand der Strandkorb als Symbol für MV. Mecklenburg-Vorpommern muss angesichts der Konkurrenz um Fachkräfte und die klügsten Köpfe viel besser als das „Land, in dem Arbeiten und Leben kein Widerspruch ist“ bekannt gemacht werden. Dazu gehören allerdings auch andere Rahmenbedingungen: qualitativ hochwertige Schulen und Bildungserfolge, eine leistungsfähige Glasfaser-Infrastruktur, der Erhalt von „unverspargelten“ Landschaften, eine moderne Verwaltungs- und ÖPNV-Struktur und eine Landespolitik, die Leistung belohnt und nicht belächelt.

Durch das bisherige Landesmarketing wird unser Land von vielen Menschen hauptsächlich als Urlaubsziel und als möglicher Altersruhesitz wahrgenommen. Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich trotz einiger positiver Entwicklungen im Vergleich mit den anderen neuen Bundesländern durch weniger wirtschaftliche Freiheit und weniger Dynamik aus.

Viele junge, innovative Unternehmen im Land beklagen das schlechte Image des Wirtschaftsstandortes, was nachweislich auch junge Fachkräfte davon abhält, sich hier eine Zukunft aufzubauen.

Wir Freie Demokraten haben ein anderes, ein weitergehendes Leitbild für unsere Heimat. Wir möchten, dass Mecklenburg-Vorpommern ein innovatives und dynamisches Land wird, in dem es sich gut leben und gut wirtschaften lässt. Ein Land, das für Unternehmen, Fachkräfte und deren Familien sowie Gäste aus dem In- und Ausland als Arbeitsplatz, als Lebensmittelpunkt und als Ort zum Erholen attraktiv ist.

Ein Land, das jungen und alten Menschen, bestehenden und neu angesiedelten Unternehmen ein Maximum an Entfaltungsmöglichkeiten bietet, das landschaftlich reizvoll, kulturell interessant und weltoffen ist. Ein solches Mecklenburg-Vorpommern wird sich keine Sorgen um seine Zukunft und seine Rolle im Wettbewerb der europäischen Wirtschaftsstandorte machen müssen. Mecklenburg-Vorpommern liegt zwischen starken Regionen, die auch viele Chancen für unser Land bieten. PM 2018-013