Medizinische Versorgung im Land endlich sichern

 Zur Aktuellen Stunde im Landtag „Medizinische Versorgung in ganz Mecklenburg-Vorpommern sichern“, erklärt der Generalsekretär der Freien Demokraten M-V, David WULFF:

 Trotz der vollmundigen Erklärung, Mecklenburg-Vorpommern zum Gesundheitsland machen zu wollen, bekommt die Landesregierung die gesundheitliche Versorgung im Land nicht in den Griff. Es gibt keine brauchbaren Konzepte zur Lösung des Haus- und Fachärztemangels im ländlichen Raum. Bei der Schließung der Kinderstation im Krankenhaus Wolgast ist die Landesregierung erst nach massivem Druck der Bevölkerung von den ursprünglichen Plänen abgewichen. In den Kliniken des Landes herrschen unzumutbare Zustände für Personal und Patienten im Bereich der Intensivpflege. An Einsicht fehlt es der Landesregierung weiterhin. Dabei waren das Aktionsbündnis für Gesundheit erste gute Ideen, nun fehlen seitens des Ministers belastbare Daten, dass er auch liefert.

Der Patient und die Verbesserung seiner Versorgung müssen im Mittelpunkt stehen. Für ein gutes Gesundheitswesen sind bessere Arbeitsbedingungen für das ärztliche wie pflegerische Personal zwingend erforderlich. Eine Kultur des Misstrauens und damit stetig wachsende bürokratische Vorschriften sind hier fehl am Platz.
Das Leitbild unserer Gesundheitspolitik ist der mündige Patient, die freie Arzt- und Krankenhauswahl, die flächendeckende Versorgung mit qualitativ hochwertigen pflegerischen und gesundheitlichen Dienstleistungen. Mehr denn je braucht es zudem eine Wende von einem heilenden hin zu einem vorbeugenden Ansatz.
Zentrale Forderungen der Freien Demokraten Mecklenburg-Vorpommern sind die Anerkennung der Freiberuflichkeit als Leitbild der ambulanten Gesundheitsversorgung, familienfreundliche Arbeitsbedingungen in den Gesundheitsberufen und sektorenübergreifende Konzepte zwischen ambulanter und stationärer Versorgung.

Die Standorte der Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern müssen erhalten bleiben. Umstrukturierungen der Einrichtungen zur Verbesserung der Zukunftsfähigkeit können nur gemeinsam mit den Krankenhausträgern stattfinden.
Wir Freie Demokraten wollen eine Krankenhausplanung und Krankenhausinvestitionsförderung mit Qualitätsorientierung, Wettbewerb, Trägervielfalt, Transparenz, Wahlfreiheit der Patienten sowie Versorgungssicherheit. Das Denken in Strukturen und Sektoren wollen wir gemeinsam mit den beteiligten Akteuren überwinden. Bei der Investitionsförderung des Landes müssen die Förderkriterien transparent und nachvollziehbar sein. Das ist Voraussetzung für einen fairen trägerübergreifenden Wettbewerb. PM 2017-60