Beste Bildung geht anders

Zur Unterrichtsstatistik des Landes M-V äußert sich der Spitzenkandidat der FDP M-V, Hagen REINHOLD:

Die von Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) letzte Woche vorgelegte Unterrichtsstatistik für die erste Hälfte des Schuljahres 2016/2017 strotzt nur so von Unterlassungssünden. Und dabei wurde der Unterrichtsausfall von Lehrkräften in Fortbildungen noch nicht einmal angerechnet. Gerade die Seiteneinsteigerlehrkräfte sind im ersten Halbjahr des Schuljahres regelmäßig nicht im Unterricht, sondern im Institut für Qualitätsentwicklung gewesen.

Insgesamt fehlen nach wie vor Lehrkräfte, dennoch werden reihenweise Bewerber abgelehnt. Der Bedarf an qualifizierten Seiteneinsteigern ist enorm und Mecklenburg-Vorpommern wäre gut beraten, um jede aussichtsreiche Bewerbung zu ringen, denn andere Bundesländer schlafen nicht.

Viele der in Mecklenburg-Vorpommern abgelehnten Bewerber kommen problemlos in Sachsen und anderen Bundesländern in den Landesdienst.

Hinzu kommt, dass die Lehrkräfte immer mehr leisten sollen: nahezu permanente Vertretungen, immer mehr Dokumentation, Inklusion, Integration, digitale Angebote, die lange politisch verschlafen wurden. Die Lehrer brauchen nicht noch mehr Aufgaben in übervollen Klassen, sondern sie brauchen die Rückendeckung des Ministeriums, das sich schnell und unbürokratisch um Seiteneinsteiger bemühen muss.

Es geht um nicht weniger als unsere Kinder und damit die Zukunft des Landes. Für die Bildung muss deutlich mehr Geld und vor allem in mehr Weitblick investiert werden. Wenn das Ministerium beste Bildung haben möchte, muss es auch beste Rahmenbedingungen liefern!

PM 2017_041