MEISSNER zum EU-Energielabel: Note ‚A’ für renovierte Skala, Note ‚G’ für die zentrale Produktdatenbank

Neben der Reform der Skala zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs für Elektrogeräte werden Hersteller künftig dazu aufgefordert, ihre Produktdaten in eine gemeinsame Datenbank einzufügen. Das ist Kern der heute vom Industrieausschuss des Europäischen Parlaments verabschiedeten Regelung zur Energieverbrauchs-Kennzeichnung.
 
Gesine Meißner, industriepolitische Sprecherin der FDP im Europaparlament kritisiert: „Mit der zentralen Datenbank werden Unternehmen mit unnötiger Bürokratie belastet, ohne dass dabei konkrete Vorteile für die Verbraucher entstehen. Stattdessen sollte die EU dafür sorgen, dass die vorhandenen Regeln besser eingehalten werden. Schließlich geht es um Kennzeichnung, nicht um Marktüberwachung. Dafür müssen keine Daten gesammelt werden.“
 

Dagegen begrüßt Meissner die Abschaffung der mittlerweile unübersichtlichen Kennzeichnungen wie „A+++“ und die Einführung einer vereinfachten Skala von A bis G: “Klare und verständliche Kennzeichnungen zum Energieverbrauch waren überfällig. Heute ist es fast unmöglich zu verstehen, welche Kennzeichnung wirklich für einen geringen Energieverbrauch steht. Damit können Verbraucher energiesparende Waschmaschinen, Kühlschränke oder Fernsehern besser einordnen und Geld sparen. Energiesparende Geräte helfen, die Stromrechnung deutlich zu senken und schonen die Umwelt!“


Darüber hinaus werden Kriterien für die Energieverbrauchs-Kennzeichnung künftig automatisch an technologischen Fortschritt angepasst. Heute hat der Industrieausschuss im Europäischen Parlament dem informellen Verhandlungsergebnis mit dem Rat zugestimmt. Die Regulierung muss noch durch Rat und Parlament formal bestätigt werden.