Ab in die digitale Zukunft - breiteres Funkspektrum ermöglicht 5G Revolution

Zugang zu Breitbandinternet auch in ländlichen Gebieten ab 2020 – Bessere Koordinierung, Zugang zu wichtigen Funkfrequenzen und der Übergang zum 5G-Standard soll dies möglich machen. Dies sieht der Beschluss von Parlament und Rat zur Nutzung des 700-MHz-Frequenzbandes vor, der heute vom Parlament bestätigt wurde.
 
Gesine Meißner, industriepolitische Sprecherin der FDP im Europaparlament, begrüßt die Einigung: „Die EU blickt in die digitale Zukunft - endlich. Schnelles Breitbandinternet und der 5G-Standard sind ein Schlüssel für die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen. Außerdem bietet sie Nutzern auch in ländlichen Gebieten eine bessere und schnellere Netzanbindung und den Zugang an mehr Dienste und bessere Leistungen.“
 

Das Internet der Dinge, Industrie 4.0, die Cloud und Mobilfunkdienste, aber auch vernetzte Autos und E-Verwaltung sollen sich durch die erhöhte Datenkapazität rascher entwickeln können.
 
Der Beschluss sieht vor Frequenzen von 694 bis 790 MHz, das sogenannte 700-MHz-Band für schnelle mobile Datenübertragung freizugeben, um zusätzliche Breitband-Kapazität und eine bessere Reichweite, vor allem für ländliche und abgelegene Gebiete zu schaffen.
 
Außerdem soll es eine EU-weite Einheitlichkeit bei der Zuteilung von Frequenzen geben und Zugangsbedingungen sollen harmonisiert werden, um Funkstörungen entlang der Grenzen zu beseitigen und Roaming zu vereinfachen. Darüber hinaus soll bis 2030 die Nutzung des Frequenzbandes unter 700 MHz langfristig für die Bereitstellung audiovisueller Mediendienste gesichert werden.
 
Die EU Mitgliedstaaten haben bis zum 30. Juni 2020 Zeit das 700-MHz-Band für drahtlose breitbandige elektronische Kommunikationsdienste zugänglich zu machen. Sie können diese Frist bis zu zwei Jahre auf der Grundlage von ordnungsgemäß begründeten Gründen verzögern.