Arzneimittelforschung - Schutz geistigen Eigentums sichert die Finanzierung von Innovation

Öffentliche und private Forschung vorantreiben, mehr Transparenz bei der Verwendung öffentlicher Gelder in der Forschung und die Bekämpfung von Arzneimittelknappheit sind Kernforderungen des Initiativberichts über Zugang zu Arzneimitteln, den heute der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments verabschiedete.

Gesine Meißner, Berichterstatterin der Liberalen (ALDE) und gesundheitspolitische Sprecherin der FDP im Europäischen Parlament begrüßt diese Forderungen: „Es ist wichtig, Lücken beim Zugang zu Arzneimitteln zu schließen. Nur so kann sichergestellt werden, dass Patienten die Therapien bekommen, die sie benötigen. Schlüssel dafür ist Innovation. Europa ist Meister bei der Entwicklung von neuartigen Arzneimitteln. Diese Stärke müssen wir bewahren.“



Entsprechend fordern Abgeordnete Anreize zur Forschung nach Medikamenten für seltene Krankheuten und mehr Transparenz bei der Verwendung öffentlicher Gelder. Forderungen nach einem generellen freien Zugang zu Forschungsdaten wurden dagegen abgelehnt. Dazu Meißner: „Die Wahrung des geistigen Eigentums in der Forschung darf nicht untergraben werden. Dadurch wird der Anreiz für Hersteller geschaffen, das Risiko einzugehen, an neuen Medikamenten zu forschen. So können nicht nur Krankheiten geheilt, aber auch Therapien verträglicher gestaltet oder verkürzt werden.“

Der angenommene Vorschlag wird voraussichtlich im Februar vom Plenum des Parlaments verabschiedet.