Mo

09

Jan

2017

Ministerin Schwesig: in den Kitas in Ihrem Wahlkreis wird jede helfende Hand gebraucht!

Zum Fachkräftemangel in den Kitas erklärt der Generalsekretär der FDP M-V, Dr. Johannes Weise:

Bevor Familienministerin Manuela Schwesig sich 2017 um ein Bundestagsmandat bewirbt, sollte sie lieber ein paar Praxisjahre in einer Kita in M-V machen. Auch und gerade Quereinsteiger haben jetzt gute Chancen. Den Fachkräftemangel in der Kindertagesbetreuung hat vor allem sie als zuständige Landes- wie Bundespolitikerin zu verantworten. Was nützt die wohlfeile sozialdemokratische Forderung nach einer Akademisierung des Erzieherberufes, wenn vor lauter Personalmangel Hilfskräfte eingesetzt werden müssen?! So wie es jetzt aussieht, kann diese Landesregierung ihre bildungspolitische Aufgabe und Verpflichtung in der (frühkindlichen) Bildung nicht mehr wahrnehmen.

Die Aufregung um den Fachkräftemangel kommt spät.

Die Lösungsvorschläge der dauerregierenden SPD/CDU kommen indes viel zu spät! Jahrelang hat die große Koalition alle Vorschläge zu einer echten Reform der Erzieherausbildung sowie des Systems der Kindertagesförderung verschoben und verwässert. Vorschläge der FDP, eine duale Ausbildung für Erzieher nach dem Vorbild anderer Ausbildungsberufe zu etablieren, verhallten ungehört. Stattdessen blieb der Beruf des Erziehers lange Zeit für viele Menschen kaum attraktiv. Denn für ihre Ausbildung müssen sie bezahlen und erhalten keine oder nur eine sehr geringe Ausbildungsvergütung. Die nun gezeigte Betroffenheit hilft keiner Kita bei der Personalplanung.

Anstatt endlich einen tragfähigen Plan vorzulegen, wie die Fragen des Betreuungsangebots, des Betreuungsschlüssels, der Aus- und Fortbildung der Erzieher und der Bezahlbarkeit gelöst werden, setzt man auf die Notlösung über Sondergenehmigungen.
Wenn jedoch der selbstgesetzte Standard durch Ausnahmen immer weiter unterwandert wird, dann läuft etwas ziemlich falsch im Kinderland M-V.
Nicht nur, dass Eltern vergebens auf die 600 Euro Entlastung für Kita-Kisten warten, sie müssen auch noch Qualitätsverluste hinnehmen.

Da erscheint es fast schon zynisch, wie repressiv mit Kindertagesmüttern und -vätern umgegangen wird, die ein Angebot aufrecht erhalten, das anders offenbar gar nicht mehr vorgehalten werden kann. PM 2017-002