Di

29

Nov

2016

Roaming-Gebühren bis Juni 2017 abschaffen

Heute hat der Industrieausschuss des Europaparlaments zusätzliche Regeln für den innereuropäischen Handel von Datenübertragungsdiensten zwischen Anbietern gefordert. Besonders wichtig: Es werden Maximalpreise festgelegt, die Anbieter voneinander für die Nutzung ihrer jeweiligen Netze verlangen können.


Mit der Neuerung soll ausgeschlossen werden, dass Anbieter möglicherweise hohe Kosten für Datenübertragungsdienste zahlen müssen, ohne diese an Kunden weitergeben zu können.
 

Gesine Meißner, FDP-Abgeordnete im Industrieausschuss, dazu:


„Mit der Regelung der Roaming-Gebühren zuerst für Verbraucher und dann für Anbieter wurde das Pferd von hinten aufgezäumt. Das war riskant. Die heutige Einigung ebnet den Weg für die Abschaffung von Roaming-Gebühren bis zum 15 Juni 2017. Die EU löst damit das Versprechen ein, die Kosten für Datennutzung innerhalb der EU deutlich zu verringern. Das ist gut für den digitalen Binnenmarkt, Touristen und Geschäftsleuten.


Durch die Kostenregulierung für Anbieter können diese klar kalkulieren, sodass Investitionen in Infrastruktur nicht gefährdet und auch kleinere Anbieter geschützt werden.“


Auf Grundlage der Abstimmung im Ausschuss beginnen die Verhandlungen zwischen Rat und Parlament. Danach wird das Plenum des Europäischen Parlaments abschließend über den Bericht entscheiden.