Berufsschulabbruch – lange bekannt und wenig gehandelt

Zur hohen Abbruchsquote bei Berufsschülern äußert sich der FDP-Landesvorsitzende René DOMKE:

Der Notstand ist nicht erst seit gestern bekannt. Er hat vielfältige Ursachen und einige sind in der Politik zu finden. Sowohl in der Bildung bis zur Berufsschule als auch danach sind offene politische Handlungsfelder auszumachen.
Angesichts des Fachkräftemangels war der Raubbau an Berufsschulstandorten und die Beschränkung von Fachrichtungen kontraproduktiv, die Zustände an vielen Berufsschulstandorten sind besorgniserregend, was Personalausstattung, moderne Technik und Fahrtwege sowie Unterkunft anbelangt.

Während sich in den Betrieben die Digitalisierung mehr und mehr durchsetzt, werden Berufseinsteiger in den Schulen teilweise in die Kreidezeit zurückversetzt.
Was uns als Gesellschaft aber darüber hinaus nachdenklich stimmen muss, ist die Orientierungs- und Ziellosigkeit einiger der Berufsschulabbrecher. Die linkspolitische Mär des anstrengungslosen Wohlstands für alle muss endlich raus aus den Köpfen.


Wenn Fachkräftenachwuchs fehlt, können wir Transferleistungen in der teilweise schon dritten Generation nicht länger fördern, sondern müssen junge Menschen auch fordern. Es muss für jeden jungen Menschen einen Unterschied machen, ob er sich einer Berufsausbildung stellt, sich sein eigenes Leben und seinen eigenen Erfolg aufbaut oder ob er sich in die soziale Hängematte begibt.
Mit Bündnissen zwischen Schule und Wirtschaft und intensiven Praktika können Orientierungen gegeben und Fehlvorstellungen von bestimmten Berufen abgebaut werden. Wirtschaft gehört in den Unterricht, das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge gehört längst auf jeden Lehrplan. PM 2016-153