Globale Einigung zur Reduktion von CO2 aus dem Luftverkehr erreicht

Gesine Meißner, verkehrs- und umweltpolitische Sprecherin der FDP im Europaparlament, begrüßt die Einigung in der ICAO zu einem weltweiten CO2-Reduktionsinstrument:


“An dem gescheiterten Versuch, auch außereuropäische Flüge in den EU-Emissionshandel einzubeziehen, haben wir gesehen, dass uns europäische Alleingänge nicht weiterbringen. Deswegen habe ich immer auf eine globale Lösung gedrungen, denn Klimaschutz muss weltweit stattfinden. Dass  sich nun 65 Staaten, die 85% der weltweiten CO2-Emissionen im Luftverkehr ausmachen, von Anfang an freiwillig beteiligen, zeigt, dass das neue Instrument wirklich den CO2-Ausstoss in der Luftfahrt langfristig kompensieren kann. Wir sollten das jetzt nicht zerreden, weil EU-Umweltpolitiker natürlich ein ambitionierteres ICAO-System erwartet und gewünscht hatten. Dies ist ein Anfang, auf dem wir aufbauen können. Durch die Revisionsklausel können und werden wir in Zukunft noch ambitioniertere Ziele erreichen.”

 

In der internationalen Luftfahrtorganisation ICAO sind 191 Mitgliedsstaaten zusammengeschlossen. Gestern Abend hat man sich auf ein sogenanntes „Global Market-Based Measure“ geeinigt, nach dem Fluggesellschaften ihre CO2-Emissionen kompensieren müssen, indem sie in Klimaschutzprojekte investieren.


Da der weltweite Flugverkehr ansteigt, sollen damit die zusätzlichen CO2-Emissionen ab 2020 ausgeglichen werden. Nach einer freiwilligen Anfangsphase ab 2021 wird das neue Instrument ab 2027 verpflichtend.