Di

04

Okt

2016

Meißner zu COP 21: Keine exklusive Aufgabe für Europa

 Zur heutigen Ratifizierung des Pariser Klimaabkommens durch das Europäische Parlament kommentiert Gesine Meißner, klimapolitische Sprecherin der FDP im Europäischen Parlament: „Das Pariser Abkommen ist ein wichtiger Schritt zur globalen Reduktion von Treibhausgas-Emissionen. Alle Unterzeichnerstaaten müssen jetzt aber auch den gleichen Ehrgeiz an den Tag legen. Es hilft dem Klima nicht, wenn wir in der EU durch einseitige Maßnahmen unsere Wirtschaft belasten. Die Maßnahmen zum Erreichen der Ziele dürfen nicht zum Nachteil für die Europäischen Industrie werden.“

Das Abkommen tritt 30 Tage nach Ratifizierung von mindestens 55 Ländern, die für 55 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, in Kraft. Bis jetzt haben 61 Staaten, verantwortlich für 47,79 Prozent der globalen Emissionen, ratifiziert. Einen ersten Gipfel der Parteien gibt es ab 7. November im Rahmen der Klimakonferenz in Marrakesch. Vergangenen Freitag hat der Rat das Abkommen bereits ratifiziert und benötigte die Zustimmung des Parlaments. Zusätzlich muss es jetzt von jedem einzeln Mitgliedsstaat ratifiziert werden.
 
Als Präsidentin der fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe Seas, Rivers, Islands and Coastal Areas (Searica), kommentiert Meißner weiter: „Aus meerespolitischer Sicht gibt es zu einem Erfolg dieses Abkommens keine Alternative. Die Ozeane sind entscheidend für unser Klima und vernetzt wie kaum ein anderer Lebensraum. Die Herausforderungen wie Meeresspiegelanstieg sowie Versauerung und Erwärmung der Meere müssen global gelöst werden, und das möglichst schnell.“