Auftakt zum Endspurt

Fulminantes Finale: Beim Wahlkampfabschluss in MV verdeutlichte Spitzenkandidatin Cécile Bonnet-Weidhofer mit prominenter Unterstützung, warum die FDP am Sonntag die richtige Wahl ist. Komiker Wigald Boning eröffnete die Veranstaltung mit einer eindeutigen Forderung: "Wählen Sie tunlichst FDP." Auch FDP-Chef Christian Lindner, FDP-Vize Katja Suding, FDP-Landeschef René Domke sowie der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Volker Wissing warben für eine starke FDP im Schweriner Parlament.

Engagement für die Freiheit sei aktuell besonders gefordert, hob Boning hervor. Mecklenburg-Vorpommern könne so zu einem Land werden, das beispielhaft für die Offenheit und den Zukunftsoptimismus der Bundesrepublik stehe.

In der Talkrunde mit Bonnet-Weidhofer, Suding, Wissing und Domke legten die Freidemokraten ihre Argumente dar. Die Freien Demokraten hätten das zukunftsfähigste Programm, stellte Domke klar. Er betonte: "Dies ist ein Land der Chancen. Hier gibt es noch so viel zu entwickeln und freizusetzen." Es brauche eine starke Kraft der Mitte zwischen linken Parteien auf der einen und rechtspopulistischen Parteien auf der anderen Seite.

Politische Extreme sind auch keine Lösung

Wissing berichtete von seinen Erfahrungen in Rheinland-Pfalz. Die FDP habe dort aus einer schwierigen Ausgangslage den Sprung ins Parlament und sogar in die Regierung geschafft. Das Ziel sei, "eine Regierung aus der vernünftigen Mitte möglich zu machen", erklärte der Freidemokrat. Er forderte unentschlossene Wähler auf, sich die Freien Demokraten nochmals genau anzuschauen: "Es gibt keinen Grund sich in politische Extreme zu flüchten. Da geht was, wenn man die Grundprinzipien Weltoffenheit, Toleranz und marktwirtschaftliche Vernunft wieder ernstnimmt."

Bonnet-Weidhofer legte die zentralen Forderungen der Freien Demokraten dar. "Beste Bildung ist das A und O", verdeutlichte sie. Denn dadurch werde die Grundlage für die Zukunft gelegt. Darüber hinaus sei auch die digitale Infrastruktur entscheidend, damit sich Unternehmen und auch Familien im Land wohlfühlten.

 

 

Gründergeist und Risikobereitschaft


Lindner appellierte an die Bürger des Landes, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Er ging hart mit der Politik der Großen Koalition ins Gericht, die durch Zivilschutzkonzept und Vorratsdatenspeicherung nicht nur Verunsicherung schüre, sondern auch die Bürgerrechte aushöhle. Er plädierte für eine neue Wertschätzung von Berufsausbildungen. Der Ingenieur sei nichts ohne den Facharbeiter, der aus dem Patent erst ein großartiges Produkt mache.

Die mecklenburg-vorpommerische Landesregierung lasse sich für einige Internetanschlüsse auf Rügen feiern, dabei seien diese auf einem veralteten technischen Stand, monierte Lindner. "Wenn wir vorne sein wollen bei Wohlstand und sozialer Sicherheit, müssen wir auch in der Champions League in Sachen Infrastruktur spielen."

"Es geht nicht nur um Mecklenburg-Vorpommern, es wird auch ein Stimmungstest für Deutschland insgesamt. Die Ergebnisse werden das Bild dieses Landes prägen", unterstrich Lindner. Aus Frust, Protest und Angst eine vermeintliche Alternative zu wählen, sei keine gute Entscheidung, warnte er. "Mein Rat: Stärken Sie nicht die Rechtspopulisten, sondern stärken Sie die Partei des Rechtsstaats."