Fr

05

Aug

2016

Deutliches Bekenntnis zur freiheitlichen Demokratie gefordert

In einer offenen Diskussionsrunde haben sich die Freien Demokraten in Schwerin mit dem Vorsitzenden des Islamischen Bund in Schwerin e.V., Herrn Mohamed Dib Khanji, über den Islam, das Leben von Menschen islamischen Glaubens in Schwerin und die Situation in Syrien informiert.

 

Im Rahmen der kontroversen Diskussion wurden die Unterschiede zwischen Khanjis Haltung und der der Liberalen zur Gleichheit auch von Mann und Frau ebenso deutlich wie zu der Frage der Trennung von Politik und Religion. Klar erkennbar waren auch die unterschiedlichen Ansichten zur Integration von zugewanderten Menschen.

Als Liberale müssen wir deutlich sagen: die Gleichheit aller Menschen - ungeachtet ihres Geschlechtes - ist nicht verhandelbar. Die Verschleierung oder das Kopftuch nur für Frauen in der Öffentlichkeit symbolisiert für uns gerade den nicht tolerierbaren Rangunterschied von Mann und Frau, dabei ist es unbeachtlich, ob sich eine Frau freiwillig unterwirft. Wir erwarten gerade auch von Institutionen wie dem Islamischen Bund in Schwerin e.V. ein klares und unzweideutiges Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung und zur Trennung von Kirche und Staat. Khanjis Auffassung zur Polygamie und seinem Wunsch auf Anpassung des Grundgesetzes sind für uns Liberale nicht teilbar und mit einem Leben unter dem deutschen Grundgesetz nicht vereinbar.

 

Gelungene Integration besteht nicht in einem mehr oder weniger Nebeneinander, sondern in einem Miteinander, in einer gemeinsamen Gesellschaft. Dies setzt nicht nur die Anerkennung unserer Werte voraus, sondern auch dass man sie lebt. Wir fordern ein aktives Bemühen von zugewanderten Menschen um Integration in unsere Gesellschaft.