Mit der dualen Ausbildung gegen den Fachkräftemangel

Anlässlich des heutigen Starts in das neue Ausbildungsjahr, erklärt die Spitzenkandidatin der Freien Demokraten MV, Cécile BONNET-WEIDHOFER:

 

Es kann nicht sein, dass mehrere tausend Lehrstellen in MV unbesetzt bleiben. In Zeiten des Fachkräftemangels sieht die Landesregierung dabei zu, wie immer mehr Betriebe damit kämpfen, dass sie keinen Nachwuchs finden. Dabei sind die Azubis von heute die Meister von Morgen, die den Fortbestand kleiner und mittlerer Unternehmen gewährleisten könnten.
Die Kampagne „Durchstarten in MV“ des Wirtschaftsministeriums ist gut gemeint, reicht aber offensichtlich nicht aus, wie die hohe Zahl der unbesetzten Stellen zeigt. Was nutzt die beste Kampagne, wenn die jungen Erwachsenen nicht wissen, für welchen Beruf sie sich überhaupt interessieren?

Wir wollen neben der Kampagne zur Vermittlung freier Lehrstellen schon frühzeitig in der Schule ansetzen und den künftigen Azubis die vielen Berufsmöglichkeiten nahe bringen.

Wir Freien Demokraten setzen uns für eine höhere Attraktivität der beruflichen Bildung ein und halten am Dualen Ausbildungssystem als Regelfall fest und unterstützen die Azubis mit elternunabhängigen Zuschüssen zu Fahrten und Unterbringung. Damit kann aber noch nicht Schluss sein. Schulen sollen in Eigenverantwortung Lerngruppen- und Klassengrößen festlegen können.

 

Es darf nicht sein, dass Bäckerei-Azubis in Hamburg zur Schule gehen müssen, weil es in MV nicht ausreichend Berufsschüler für die vorgeschriebenen Klassengrößen gibt.
Unsere Azubis sind uns genauso viel wert wie Abiturienten und müssen deshalb die gleichen modernen Lehr- und Lernmittel unentgeltlich nutzen können. Wir bringen auch den Lehrern an Berufsschulen mehr Respekt entgegen und fordern eine Begrenzung der Wochenstunden auf 25, wie auch bei allen anderen Schultypen. Für junge Lehrer muss es ein Personalentwicklungskonzept geben, damit sie ihre Karriere verlässlich planen können.

 

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