Commerzbank-Studie zeigt: MV bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück!

Der schleppende Ausbau schneller Internetverbindungen lässt Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft im Digitalgeschäft zurückfallen. Laut einer am Dienstag in Schwerin von der Commerzbank vorgestellten Studie "Transformation trifft Tradition" sind fast zwei Drittel der Unternehmen der befragten Unternehmen mit der digitalen Infrastruktur unzufrieden – Mecklenburg-Vorpommern ist damit Schlusslicht in Deutschland. Cécile Bonnet-Weidhofer wundert das kein bisschen. Die Große Koalition renne "ihren Breitbandzielen von 2011 immer noch hinterher, obwohl die bereits vollkommen überholt sind", kritisiert die Spitzenkandidatin der Freien Demokraten zur Landtagswahl.

 

"Es zeigt sich einmal mehr: Mecklenburg-Vorpommern bleibt deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Nur 8 Prozent der hiesigen Unternehmen zählen zu den Digitalen Transformatoren – nicht zuletzt, weil die Landesregierung die Digitalisierung verschlafen hat." Die Freien Demokraten wollen deshalb den Breitbandausbau entschieden forcieren. "Damit unser Land mit anderen konkurrieren kann", unterstreicht Bonnet-Weidhofer.


Dem Fachkräftemangel begegnen

Das sagt sie auch mit Blick auf den Fachkräftemangel, der sich hier ganz besonders bemerkbar macht: "Wir fordern deshalb, den Fokus auf die Duale Ausbildung und die MINT-Fächer zu legen, um dem strukturellen Fachkräftemangel zu begegnen." Digitalisierung dürfe nicht aufgrund von mangelndem Personal ausgebremst werden. 

Und auch nicht wegen des Alters: "Ältere Mitarbeiter haben außerhalb der Unternehmen keine Anlaufpunkte, um sich weiterzubilden und auf die Prozesse der Digitalisierung einzustellen", prangert Bonnet-Weidhofer an. Die Regierung lasse die Unternehmen mit der Aufgabe des lebenslangen Lernens alleine. "Wir Freien Demokraten wollen Menschen in jedem Alter dabei unterstützen, sich weiterbilden zu können, zum eigenen und zum Wohle der Gesellschaft", bekräftigt sie die Ziele der FDP.